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Dresden – Jeder fünfte Strafgefangene in sächsischen Justizvollzugsanstalten ist ausländischer Herkunft. Diese erstaunlich hohe Zahl – in Sachsen liegt der Anteil von Ausländern an der Gesamtbevölkerung bei nur rund vier Prozent – geht aus einem aktuellen Bericht des Landesjustizministeriums hervor. Demnach stieg der Anteil ausländischer Häftlinge im Laufe des vergangenen Jahres von 16 auf 20 Prozent. Zum Stichtag 19. Januar 2016 waren in den Gefängnissen des Freistaates laut Justizministerium 3.518 Gefangene untergebracht, darunter 702 Ausländer.

München/Cerkezköy – Unter dem Pseudonym „Mehmet“ gelangte der jugendliche Intensivstraftäter Muhlis Ari in den 1990er Jahren zu zweifelhafter Bekanntheit. Schon vor seinem 14. Lebensjahr hatte der 1984 in München geborene Sohn türkischer Zuwanderer mehr als 60 Straftaten – darunter Raubüberfälle, Körperverletzungen, Einbrüche, Erpressungen und  Nötigungen – verübt, konnte jedoch nie belangt werden, da er noch nicht strafmündig war.