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sachsen-depesche.de

Dresden – Die rechtsgerichtete Gruppierung „Ein Prozent für unser Land“ hat ihren „Widerstand“ gegen die Moscheebau-Pläne des „Marwa El-Sherbini Kultur- und Bildungszentrums“ in Dresden angekündigt. Auf ihrer Internetseite schreibt „Ein Prozent“, man werde „die Entwicklung in dieser Sache weiter im Auge behalten“ und „genau beobachten“, welche Schritte weiter unternommen würden.

Dresden – Um die neue Studie des Göttinger Instituts für Demokratieforschung zum Rechtsextremismus in Ostdeutschland, die von der Ost-Beauftragten der Bundesregierung, Iris Gleicke (SPD), in Auftrag gegeben wurde, ist ein politischer Streit in Sachsen entbrannt. Dabei geht unter anderem um die Rolle des Freistaates Sachsen, der einen Schwerpunkt in der Untersuchung einnimmt. So heißt es in der Studie, dass der „defizitäre Demokratisierungsprozess“ in Sachsen dazu geführt habe, dass sich Bewegungen wie Pegida ausbreiten konnten und sich eine „autoritäre, ressentimentgeladene Minderheit zunehmend radikalisiert“.

Dresden – Spätestens seit seiner launigen US-Reisereportage „Allein unter Amerikanern“ ist der israelisch-amerikanische Buchautor und Theatergründer Tuvia Tenenbom auch Literaturfreunden in Deutschland ein Begriff. Vor kurzem erschien bei Suhrkamp Tenenboms viertes Buch „Allein unter Flüchtlingen“, eine „Entdeckungsreise“ durch Deutschland, die die Auswirkungen der Flüchtlingskrise auf Einheimische und Migranten beleuchtet.

Dienstag, 14 März 2017 23:28

„Mosaik des Widerstands“

Dresden – „Der Osten der Republik“ sei eine „Festung“, schwört Philipp Stein (25), Vorsitzender der neurechten „Einprozent“-Bewegung, am Montagabend bei PEGIDA sein Publikum ein. „Das Eigene“ habe hier einen besonderen Platz, stelle automatisch „eine Verteidigungsbereitschaft“ her. Balsam auf die Seelen der zahlreich auf dem Altmarkt erschienenen Pegidianer, die mit „Wir bleiben stolz“ antworten. Ein Teil des Volkes sei „aufgewacht“, wachgerüttelt durch „Massen an Fremden“, die nun auch durch Merseburg, Einsiedel, Dresden und Halle marschierten. Die sogenannte Asylkrise wirke dabei als Katalysator, Ziel sei „das Ende der Masseneinwanderung, die Remigration und ein ernstzunehmender politischer Wechsel in diesem Land.“

Dresden/Schnellroda – Das frühere Dresdner CDU-Vorstandsmitglied Maximilian Krah zieht es nach seinem Austritt aus der Union in rechte Kreise. Laut einer Ankündigung des Verlegers Götz Kubitschek auf der Internetseite der Zeitschrift „Sezession“ soll Krah am 5. November 2016 in Schnellroda (Sachsen-Anhalt) auf einer Tagung des Instituts für Staatspolitik (IfS) sprechen (http://www.sezession.de/55748/kongress-in-schnellroda-jongen-krah-und-die-75-sezession.html). Das IfS gilt als führender Thinktank der sogenannten „Neuen Rechten“. Kubitschek trat mehrfach bei Demonstrationen von PEGIDA auf und gründete mit dem Journalisten Jürgen Elsässer das zuwanderungskritische „Einprozent“-Projekt. Neben Krah ist der AfD-„Parteiphilosoph“ Marc Jongen als Referent in Schnellroda angekündigt.

Magdeburg – An diesem Wochenende beschließt die Alternative für Deutschland (AfD) in Stuttgart ihr erstes Grundsatzprogramm. Besondere Beachtung fand im Vorfeld des Parteitags die Debatte führender AfD-Politiker über den Islam. Insbesondere die in der „Welt am Sonntag“ geäußerten Ansichten von Beatrix von Storch und Alexander Gauland lösten teils heftige Reaktionen bei den etablierten Parteien, in den Medien und seitens des Zentralrates der Muslime aus. Siehe dazu auch folgenden Beitrag: www.sachsen-depesche.de/politik/afd-beatrix-von-storch-und-alexander-gauland-wollen-strikten-anti-islam-kurs.html.

Schnellroda – Das der sogenannten „Neuen Rechten“ zuzurechnende Institut für Staatspolitik (IfS) bringt schon seit Jahren eine „Wissenschaftliche Reihe“ zu aktuellen politischen Fragestellungen heraus. Nachdem man sich bereits in der Vergangenheit mit Themen wie Islam oder Zuwanderung auseinandergesetzt hat, ist jüngst eine neue Studie mit dem Titel „Die Flüchtlingsindustrie“ erschienen, die der Frage nachgeht, wer von dem aktuellen Zustrom an Asylbewerbern profitiert.

 

Dresden – Das Magazin „Compact“ lädt für den 16. April zu einer Veranstaltung mit seinem Chefredakteur Jürgen Elsässer und dem Verleger Götz Kubitschek (Verlag Antaios, Zeitschrift „Sezession“) in Dresden ein. Die beiden Publizisten wollen der Frage „Pegida – Wie weiter?“ nachgehen, also über mögliche Zukunftsoptionen der zuwanderungskritischen Bewegung diskutieren, die mit Tatjana Festerling in dieser Woche eine Kandidatin zur OB-Wahl in Dresden nominiert hat. Viele sehen darin einen ersten Schritt, um künftig auch in der Politik mitzumischen.