Login

sachsen-depesche.de

Hamburg – Welche konkreten Auswirkungen die Corona-Krise auf die klassische Immobilienwirtschaft haben wird, ist noch nicht ganz klar. Einige Tendenzen zeichnen sich aber ab. Nach Medienberichten rechnet zum Beispiel die Mehrheit der professionellen Immobilieneigentümer in Hamburg und Schleswig-Holstein mit fallenden Kaufpreisen. Anders als bei den Kaufpreisen erwarten sie bei den Mieten aber eine wesentlich stabilere Entwicklung. Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA), der Spitzenverband der deutschen Immobilienwirtschaft, prognostiziert für die Zeit nach der Pandemie einen deutlich erhöhten Bedarf an Lager- und Logistikräumlichkeiten. Thomas Steinmüller, Vorsitzender des ZIA-Ausschusses für Logistikimmobilien, erklärt das so: „Aktuell können weiterlaufende Produktionen nicht abgesetzt oder wegen fehlender Kapazitäten nicht zwischengelagert werden. Ebenso müssen gerade im Non-Food-Handel die einlaufenden, aber wegen des Verkaufsverbots in Ladengeschäften kaum abfließenden Produkte gelagert werden.“ Außerdem werde die Industrie größere Sicherheitsbestände anlegen und aus diesem Grund mehr Lagerfläche brauchen.