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Hannover – Eine Studie des Instituts für Tourismus der Fachhochschule Westschweiz Wallis im Auftrag des Hotelverbandes Deutschland (IHA) hat kürzlich herausgefunden, dass 25,2 Prozent – also ein Viertel – aller Hotelbuchungen inzwischen übers Internet getätigt werden (https://www.sachsen-depesche.de/wirtschaft-finanzen/ein-viertel-der-hotelübernachtungen-in-deutschland-wird-online-gebucht.html). Für touristische Betriebe und Hotels empfiehlt sich daher eine intensivere Beschäftigung mit dem Thema.

Köln – Die Deutsche Lufthansa AG und die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) haben in dieser Woche die Schichtungsempfehlung des ehemaligen brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck (SPD) angenommen. Zuvor hatten die Tarifpartner knapp ein halbes Jahr über alle offenen Tarifverträge sowie zahlreiche weitere Punkte verhandelt. Mit der nun gefundenen Einigung kann sowohl die Konzernleitung als auch die Gewerkschaft gut leben.

Berlin – Unter dem Motto „Zeit zum Handeln“ findet am 7. und 8. Juli erstmals ein gemeinsamer Armutskongress des Paritätischen Gesamtverbandes, des DGB und weiterer zivilgesellschaftlicher Organisationen in Berlin statt. Beim Auftaktpodium wird auch der Frankfurter Bundestagsabgeordnete Prof. Dr. Matthias Zimmer (CDU) Platz nehmen und unter anderem mit LINKE-Chefin Katja Kipping und Sozialstaatssekretärin Annette Kramme (SPD) über Maßnahmen zur Bekämpfung der Armut diskutieren.

Dresden – Der wirtschaftspolitische Sprecher der LINKE-Fraktion im Sächsischen Landtag, Nico Brünler, sieht die Empfehlung der staatlichen Mindestlohnkommission, die gesetzliche Lohnuntergrenze zum 1. Januar 2017 von derzeit 8,50 auf 8,84 anzuheben, als unzureichend an. „34 Cent mehr pro Stunde sind nun ein Kompromiss von Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite und besser als nichts, aber immer noch zu wenig zum Leben“, so Brünler am Dienstag.

Dresden – Nach Angaben des sächsischen Wirtschaftsministeriums profitieren rund 250.000 Arbeitnehmer im Freistaat von dem im letzten Jahr eingeführten gesetzlichen Mindestlohn, den die Vorsitzende des DGB Sachsen, Iris Kloppich, kürzlich als „Erfolgsgeschichte“ bezeichnete. Für die sächsischen Unternehmen bedeutete die neue Lohnuntergrenze einen tiefen Einschnitt: Mehr als die Hälfte der Betriebe, nämlich 54 Prozent, musste seitdem die Stundenlöhne zumindest für einen Teil seiner Mitarbeiter auf mindestens 8,50 Euro anheben.

Görlitz – Der CDU-Kreisverband Görlitz hat vor wenigen Tagen auf einer Veranstaltung im Görlitzer Hotel „Bon Apart“ mit Experten und Gästen über die Bevölkerungsentwicklung in der Stadt, im Landkreis und in den angrenzenden Regionen diskutiert. Hierbei kam auch die Lage in den regionalen Unternehmen zur Sprache. So erklärte Frank Großmann, Geschäftsführer der IHK Görlitz, zum Thema Fachkräftebedarf: „Die Zahl unserer Schulabgänger reicht nicht aus, um den Rückgang der Erwerbstätigen aufzufüllen. Derzeit sind 35 Prozent der Mitarbeiter in den sächsischen Unternehmen über 50 Jahre alt.“

Chemnitz/Zwickau – Laut dem Chemnitz Automotive Institute (CATI) wird der VW-Abgasskandal auch in Sachsen nicht folgenlos bleiben. Volkswagen unterhält drei Standorte mit insgesamt 10.000 Mitarbeitern im Freistaat: das Fahrzeugwerk in Zwickau, die Automobilmanufaktur in Dresden und das Motorenwerk in Chemnitz. Vor allem in Zwickau, wo etwa 7.900 Werksmitarbeiter Golf- und Passat-Modelle mit Benzin- und Dieselmotoren fertigen, wird der Skandal um die Manipulationen der Abgasmessungen bei Diesel-Fahrzeugen noch in den kommenden zwei bis drei Jahren spürbar sein. Schon 2015 dürfte der Zielwert von 300.000 produzierten Neuwagen deutlich verfehlt werden, wie das CATI, eine Forschungseinrichtung der TU Chemnitz, voraussagt.

Ein erstes Signal dafür seien laut CATI-Direktoriumsmitglied Werner Olle die rückgängigen VW-Diesel-Verkaufszahlen auf Online-Plattformen. Bei sämtlichen Modellen des Wolfsburger Autobauers brachen die Verkaufszahlen um knapp 15 Prozent ein. Die Auswirkungen der Krise auf das Chemnitzer Werk mit seinen etwa 1.750 Mitarbeitern schätzt CATI hingegen als eher gering ein, weil dort ausschließlich Benzinmotoren und lediglich einige Baugruppen für Dieselmotoren produziert werden. Auch die Gläserne Manufaktur in Dresden mit rund 500 Mitarbeitern dürfte unberührt bleiben. Dort wird die Endmontage des VW-Premiummodells Phaeton verrichtet.

Dennoch rechnet das Chemnitzer Institut mit Investitionszurückhaltung des Mutterkonzerns an allen drei VW-Standorten in Sachsen. Wegen des Absatzrückgangs bei Dieselfahrzeugen und enormer Kostensteigerungen durch Rückrufaktionen, Strafzahlungen und Regressforderungen wird das Unternehmen überall Einsparungen vornehmen müssen. „Dies könnte auch zu schmerzlichen Korrekturen bei Neuvorhaben in der Region führen“, so CATI-Direktor Olle. Zusätzlich könnten auch die sächsischen Zulieferer-Firmen mit ihren rund 25.000 Beschäftigten unter Druck geraten. Bis zum Jahresende sind die Auftragsbücher der Automobil-Zulieferer nach Angaben des CATI zwar voll, doch spätestens ab Anfang 2016 dürfte sich die VW-Krise auch in dieser Branche niederschlagen.

Trotz ihrer Prognosen sehen die Chemnitzer Forscher die Lage nicht allzu pessimistisch. „Die VW-Krise wird in Sachsen nicht zu einer Automobilkrise ausufern“, so Werner Olle. Bei Michael Stopp, Branchenfachmann der Industrie- und Handelskammer Zwickau, ist sogar Optimismus angesagt. „Ich gehe zwar davon aus, dass der Absatz erst einmal nach unten geht“, meint Stopp. In drei bis vier Monaten dürfte er nach Ansicht des IHK-Experten aber wieder das vorherige Niveau erreicht haben.