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Dresden – Im Anschluß an die ersten beiden Folgen unserer Postgeschichte nach Gemälden von Gustav Otto Müller (1827-1922) hier nun eine Fortsetzung der 1925 erschienenen Dokumentation. Und wieder versetzt uns der Geheime Postrat Karl Thieme mit einer launigen Bildbeschreibung in jenes Zeitalter, als Sachsen noch ein Kurfürstentum war. Diesmal stellen wir einen „Kursächsischen Postillion mit ledigen Pferden“ vor, der die Dresdner Fahrpost, also (im Gegensatz zur „reitenden Post“) die Beförderung von Personen und sperrigem Gut mittels Postkutsche, von Königsbrück nach dem (damals noch sächsischen) 40 Kilometer entfernten Hoyerswerda erledigt hat und sich nun auf dem Heimritt befindet:

Wittichenau – Mehr als 1.500 Osterreiter mit Zylinder und Gehrock waren auch an diesem Ostersonntag wieder in der Oberlausitz unterwegs, um in Liedern und Gebeten die Botschaft von der Auferstehung Christi zu verkünden. Die erste Prozession hoch zu Ross begann am frühen Morgen in Ralbitz, weitere neun Umzüge verdeutlichten diese lebendige Tradition in den überwiegend katholischen Gemeinden der sorbischen Region.

Wittichenau – Das Schlagen der Hufe auf dem Kopfsteinpflaster hallt durch die engen Gassen und wird nur noch übertönt von den Gesängen der Männer in Frack und Zylinder hoch zu Ross. Als die Osterreiter in Wittichenau gegen 9:30 Uhr in Richtung Ralbitz aufbrechen, sind sie schon einige Stunden auf den Beinen. Bereits um fünf Uhr haben sich die Kreuzreiter am Ostersonntag in der Pfarrkirche zu einem Gemeinschaftsgottesdienst zusammengefunden. Nachdem sie nun dreimal durch den Ort geritten sind, geht es über über Hoske, Kotten und Cunnewitz nach Ralbitz. Von dort ist bereits der Ralbitzer Prozessionszug aufgebrochen, der am Mittag in Wittichenau eintreffen wird.