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Dresden – Die im Mai mit der sogenannten „fortschrittlichen Gestaltungsmehrheit“ aus SPD, Linken, Grünen und Piraten im Stadtrat beschlossene Beherbergungssteuer von 6,6 Prozent für jede Hotelübernachtung wird seit rund einem Monat in Dresden erhoben. Augenscheinlich handelt es bei der Sonderabgabe, die jährlich Mehreinnahmen von rund sechs Millionen Euro ins Stadtsäckel spülen soll, jedoch nicht nur um ein Ärgernis für Hoteliers und Gäste, sondern auch um handwerkliche Flickschusterei. Das bemängelte nun der Vorsitzende der AfD-Fraktion im Dresdner Stadtrat, Stefan Vogel, der darauf hinwies, dass wegen der nach wie vor bestehenden Rechtsunsicherheit bereits mehrere Änderungen zur Beherbergungssatzung eingebracht wurden. Dies zeuge von „unprofessioneller Arbeit“, so Vogel.

Dresden – In ihrem aktuellen Bericht über das Beherbergungsgewerbe im Freistaat Sachsen weist das Statistische Landesamt für den Zeitraum von Januar bis März 2015 genau 5,2 Prozent weniger Hotelankünfte in Dresden als noch im Quartal zuvor aus. Obwohl die Statistiker keine Aussagen zu möglichen Ursachen des Rückgangs treffen, ist für die Dresdner Lokalausgabe der „Bild“-Zeitung klar, dass dies nur an den Pegida-Demonstrationen liegen kann („Neue Schockzahlen und Pegida ist schuld“). Das Boulevardblatt will zudem erfahren haben, dass die Anreisezahlen zum Beginn des Saisonauftakts im April und Mai „sogar in den zweistelligen Minus-Bereich“ gerutscht sind.

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