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Dresden – Warum stagniert der Tourismus in Dresden? Über diese Frage gibt es zwischen Tourismusbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Linke) und Tourismusverbandschef Johannes Lohmeyer nicht wirklich Einigkeit. Während die Politikerin der Linkspartei in den Pegida-Demonstrationen den Hauptgrund für den Rückgang bei den Übernachtungszahlen sieht, ist für Lohmeyer die mit rot-rot-grüner Stadtratsmehrheit eingeführte Bettensteuer der Tourismuskiller Nummer eins. „Wir als Branche haben massive Beschwerden und auch konkrete Absagen wegen der Bettensteuer und nur wenige wegen der Pegida-Demonstrationen“, erklärte Lohmeyer kürzlich in einem Interview mit der SACHSEN DEPESCHE (http://www.sachsen-depesche.de/interview/johannes-lohmeyer-tvd-„reisen-werden-nicht-von-wahlergebnissen-abhängig-gemacht“.html).

Bautzen – Ein Kommentar auf „Spiegel online“ markiert den Tiefpunkt der Berichterstattung über die Auseinandersetzungen zwischen Migranten und Einheimischen in Bautzen (www.spiegel.de/politik/deutschland/kommentar-zum-rechtsextremismus-in-bautzen-a-1112648.html). Autor Maik Baumgärtner erfüllt jedes Klischee über die „Lückenpresse“ (Michael Klonovsky), indem er wichtige Informationen einfach weglässt, um die ostsächsische Stadt in schrillen Farben als Hort des Rassismus erscheinen zu lassen, wo blindwütige Neonazis grund- und anlasslos minderjährige Flüchtlinge durch die Straßen jagen.

Dresden – Der Tourismus in Dresden schwächelt, die Übernachtungszahlen stagnieren. In Politik und Verbänden herrscht zwar Einigkeit darüber, dass dagegen etwas getan werden muss, doch über die Gründe für die Tourismusflaute ist man sich überhaupt nicht einig. Die Erklärungsansätze reichen von Pegida über die Bettensteuer bis zur allgemeinen Sicherheitslage. SACHSEN DEPESCHE hat beim Vorsitzenden des Tourismusverbandes Dresden (TVD), Johannes Lohmeyer, nachgefragt, wo die Ursachen liegen, ob wegen Pegida und der AfD die Urlauber wegbleiben und was getan werden muss, um den Tourismus in Dresden wieder anzukurbeln.

Dresden – Der Tourismus in Dresden schwächelt nach wie vor. Im ersten Halbjahr 2016 sind in der Landeshauptstadt etwas weniger Reisende gezählt worden als im Vorjahreszeitraum. Für Januar bis Juni 2016 wurden demnach 1.848.950 Übernachtungen erfasst, was einem Minus von 0,2 % im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 entspricht. Während bei den ausländischen Gästen erstmals wieder eine Steigerung zu verzeichnen war (+7,7%), ist die Zahl der aus dem Inland angereisten Besucher um 2,0 % gesunken. Im Ranking der deutschen Großstädte liegt Dresden nach den aktuellen Zahlen weiter auf Platz 7.

Berlin – Deutsche Hotel- und Tourismusverbände haben den Gesetzentwurf von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) zur Umsetzung der EU-Pauschalreiserichtlinie scharf kritisiert. Bei einer Verbandsanhörung in dieser Woche in Berlin wies der Vorsitzende des Hotelverbandes Deutschland (IHA), Otto Linder darauf hin, dass selbst Tagesreisen mit einem Wert von mehr als 75 Euro bei Inkrafttreten des Gesetzes als Pauschalreisen gelten würden. „Wenn Gäste im Hotel vor Ort noch einen Tagesausflug dazu buchen, müssten sie demzufolge denselben bürokratischen Formalismus über sich ergehen lassen, als ob sie ihren Jahresurlaub erneut buchten. Dafür haben weder Gäste noch wir als Gastgeber Verständnis“, so Lindner.

Berlin – Mit seiner nunmehr 125-jährigen Geschichte zählt das Hotel Zoo Berlin am Kurfürstendamm zu den traditionsreichsten Häusern der deutschen Hauptstadt. Im Jahr 1891 nach Entwürfen des Architekten Alfred Messel als Privatresidenz erbaut, wurde es 1911 von seinem neuen Besitzer, dem Charlottenburger Kaufmann Adolf Koschel, zu einem Hotel der Luxusklasse umgewandelt. Ausstattung und Fassade wurden von Messel dem damaligen Zeitgeschmack gemäß mit historisierenden Elementen wie Schmuckgiebeln, Erkern, Zierbalkonen, Karyatiden unter der Traufe und einem prachtvollen Eingang gestaltet. Der Ziegelbau mit fünf Etagen erhielt im Erdgeschoss eine Bossenwerk-Verkleidung, die übrigen Etagen wurden Ton-in-Ton verputzt.

Stuttgart – Bereits zum sechsten Mal in Folge haben die 50 umsatzstärksten Hotelgesellschaften in Deutschland im vergangenen Jahr ihren Gesamtumsatz gesteigert. Laut dem jährlich aufgestellten Ranking der „Allgemeinen Hotel- und Gastronomie-Zeitung“ (AHGZ) sind demnach die Erlöse der Top-Gesellschaften 2015 mit 7,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr noch stärker als in den letzten Jahren gestiegen (2014: 4,9 Prozent, 2013: 3,6 Prozent). Der Nettogesamtumsatz aller untersuchten Ketten mit ihren deutschen Häusern betrug im Jahr 2015 rund 8,9 Mrd. Euro. Alle Kennzahlen sind dabei im Plus: Die Auslastung stieg um 1,4 Prozent auf 70,4 Prozent, die Rate legte um 3,2 Prozent auf 90 Euro zu und der jährliche Zimmererlös kletterte um 5,3 Prozent auf nunmehr 35.224,20 Euro.

Dresden – Um möglicher Tourismusflauten in Dresden künftig besser begegnen zu können, will die Landeshauptstadt Dresden die Mittel für das Stadtmarketing in den nächsten zwei Jahren deutlich erhöhen. Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) erklärte dazu kürzlich gegenüber den „Dresdner Neuesten Nachrichten“ (DNN): „Wir wollen unsere Vorzüge, Projekte und Veranstaltungen noch besser bewerben. Das kostet Geld, was wir der Dresden Marketing GmbH auch zur Verfügung stellen wollen.“

San Francisco – Die US-amerikanische Luxushotelkette Hyatt wurde zum zweiten Mal in Folge von dem in San Francisco ansässigen Forschungs- und Beratungsinstitut „Great Place to Work“ auf die Liste der 100 besten Arbeitgeber Europas gesetzt. Mit dem Ranking „Europe’s Best Multinational Workplaces 2016“ zeichnet „Great Place to Work“ internationale Unternehmen aus, die attraktive Arbeitsbedingungen bieten und einen vernünftigen Umgang mit ihren Mitarbeitern pflegen. Als Voraussetzung müssen sie davor in mindestens drei Ländern Europas unter den besten Arbeitgebern gelistet worden sein. In der diesjährigen Rangliste kamen die Hyatt Hotels & Resorts in Deutschland auf Platz drei, in Großbritannien auf Platz sechs und in Frankreich auf den 16. Platz.

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