Login

sachsen-depesche.de

Dresden – Die Staatsanwaltschaft Dresden hat die Ermittlungen gegen Thüringer AfD-Vorsitzenden Björn Höcke eingestellt. Nach Höckes umstrittener Rede im Brauhaus „Watzke“, in der er unter anderem das Berliner Holocaust-Mahnmal als „Denkmal der Schande“ bezeichnet hatte, waren insgesamt 91 Strafanzeigen wegen Volksverhetzung und der Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener gegen den AfD-Politiker eingegangen.

Dresden – Der Vorsitzende der „Jungen Alternative“ (JA) in Sachsen, Julien Wiesemann, ist nach dem Dresdner Auftritt des Thüringer AfD-Chefs Björn Höcke auf Distanz zu seinem Parteifreund gegangen. „Wenn Björn Höcke weiterhin Bestandteil der Partei sein will, erwarte ich von ihm, dass er seine Worte unmissverständlicher wählt und sich gerade im Wahlkampfjahr auf Gegenwartsthemen konzentriert“, so der 24-jährige Lehramtsstudent aus Nossen, der auch dem Landesvorstand der sächsischen AfD angehört, auf Nachfrage von SACHSEN DEPESCHE.

Dresden – Der thüringische AfD-Landes- und Landtagsfraktionsvorsitzende Björn Höcke ist wegen eines Auftritts am Dienstag im Dresdner Lokal „Watzke“ erneut in die Kritik geraten. Höcke hatte sich auf einer Veranstaltung des AfD-Jugendverbandes „Junge Alternative“ (JA) in einer auch per Internet-Livestream übertragenen Rede unter anderem über das Berliner Holocaust-Mahnmal geäußert und dies als „Denkmal der Schande“ bezeichnet. Wörtlich sagte der AfD-Politiker: „Wir Deutschen sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat.“