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Dresden – „Vielen Dank, daß ich da sein darf“, meint der Redner mit dem Pathos der Bescheidenheit vor den Tausenden auf dem Dresdner Postplatz. Und dann auch noch bei „Kaiserwetter“ an diesem sommerlichen 14. Mai, der 145. PEGIDA in der Landeshauptstadt. Der Auftritt Björn Höckes bei PEGIDA ist eine Premiere, und das Publikum jubelt wie bei einem Messias. Was aber hat der umstrittene Thüringer AfD-Chef den erwartungsvollen Dresdnern zu sagen?

Dresden – Um die neue Studie des Göttinger Instituts für Demokratieforschung zum Rechtsextremismus in Ostdeutschland, die von der Ost-Beauftragten der Bundesregierung, Iris Gleicke (SPD), in Auftrag gegeben wurde, ist ein politischer Streit in Sachsen entbrannt. Dabei geht unter anderem um die Rolle des Freistaates Sachsen, der einen Schwerpunkt in der Untersuchung einnimmt. So heißt es in der Studie, dass der „defizitäre Demokratisierungsprozess“ in Sachsen dazu geführt habe, dass sich Bewegungen wie Pegida ausbreiten konnten und sich eine „autoritäre, ressentimentgeladene Minderheit zunehmend radikalisiert“.

Husum – Wer in diesem Jahr im Urlaub an die Nordsee fährt, sollte eine Stippvisite im Husumer Storm-Haus einplanen. In Zusammenarbeit mit dem Lübecker Buddenbrookhaus zeigt die Theodor-Storm-Gesellschaft in dem zum Museum umgestalteten einstigen Wohnhaus des Husumer Dichters eine sehenswerte Sonderausstellung, die sich mit dem Verhältnis von Thomas Mann zu Theodor Storm beschäftigt. Freilich haben sich die beiden großen norddeutschen Literaten niemals persönlich kennengelernt. Als Theodor Storm im Jahr 1888 verstarb, ging Thomas Mann noch zur Schule – übrigens auf das renommierte Lübecker Katharineum, das zuvor auch Storm besucht hatte –, mit seinem 1930 veröffentlichten Storm-Essay prägte der Literaturnobelpreisträger jedoch das Bild des Lyrikers aus der „grauen Stadt am Meer“ nachhaltig.

Görlitz – Der CDU-Kreisverband Görlitz hat vor wenigen Tagen auf einer Veranstaltung im Görlitzer Hotel „Bon Apart“ mit Experten und Gästen über die Bevölkerungsentwicklung in der Stadt, im Landkreis und in den angrenzenden Regionen diskutiert. Hierbei kam auch die Lage in den regionalen Unternehmen zur Sprache. So erklärte Frank Großmann, Geschäftsführer der IHK Görlitz, zum Thema Fachkräftebedarf: „Die Zahl unserer Schulabgänger reicht nicht aus, um den Rückgang der Erwerbstätigen aufzufüllen. Derzeit sind 35 Prozent der Mitarbeiter in den sächsischen Unternehmen über 50 Jahre alt.“

Pirna – Der österlich geschmückte Brunnen am Obermarkt in Pirna, der von Jugendgruppen des sozialen Projekts Hanno e.V. gestaltet und – bezogen auf die Flüchtlingsfrage – mit einem Plädoyer für Menschenrechte in Form einer Papier-Menschenkette ausgestattet worden war, wurde am Ostersonntag mit einer weiteren politischen Botschaft versehen. Unbekannte steckten mehrere Pappschilder auf den Osterkronenschmuck, die zusammen den Satz „Das Eigene, Heimat und Identität sind auch Menschenrechte!“ ergaben. Nach wenigen Stunden wurden die zusätzlichen Schilder von Mitarbeitern der Stadt wieder entfernt.