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Dresden – Der Landesvorsitzende der FDP Sachsen, Holger Zastrow, hat davor gewarnt, die Bildungsempfehlungen der Grundschulen für den Übergang auf weiterführende Schulen aufzuweichen. Stattdessen sollten die entsprechenden Kriterien im neuen Schulgesetz konkretisiert werden. Für einen Wechsel aufs Gymnasium ist in Sachsen ein Notendurchschnitt von mindestens 2,0 in Deutsch, Mathematik und Sachunterricht erforderlich. Das Verwaltungsgericht Dresden hat diese Praxis in einem Urteil nun infrage gestellt, indem es einer Schülerin den Besuch des Gymnasiums mit einem schlechteren Notendurchschnitt erlaubt hat. Es müsse jedoch weiterhin „objektive und leistungsbezogene Zulassungskriterien für das Gymnasium geben“, mahnte Zastrow am Montag an.

Görlitz – Ein männlicher und zwei weibliche Asylbewerber haben offenbar Kinder in einem Toiletten-Waschraum der Regenbogen-Schule im Görlitzer Stadtteil Weinhübel fotografiert und möglicherweise auch anderweitig belästigt. Der Schulträger DPFA bestätigte den Vorfall, der sich bereits vor zehn Tagen ereignet haben soll, teilweise. Man weist allerdings die Darstellung zurück, nach der der Mann die Schulmädchen bedrängt haben soll, während die beiden Frauen Schmiere standen. Seit 2015 findet in den Räumlichkeiten der Schule auch ein Deutschkurs für Migranten statt.

Dresden – Die Schüler der 89. Grundschule im Dresdner Stadtteil Prohlis ziehen demnächst in ein Ausweichquartier um. Schon nach den Herbstferien sollen die Kinder in einem derzeit ungenutzten Schulgebäude am Terrassenufer unterrichtet werden. In die Schule am Boxberger Weg in Prohlis sollen, wahrscheinlich noch in dieser Woche, 150 Asylbewerber einziehen. Zunächst war geplant, die Migranten nur in einem Trakt des Gebäudes unterzubringen und den Schulbetrieb parallel weiterlaufen zu lassen. Dagegen gab es Proteste aus der Elternschaft, eine Bürgerinitiative wurde gegründet, die Mehrheit der Schüler blieb einen Tag lang dem Unterricht fern. Nach dem Umzug soll nun auch das Haus B, in dem der Schulbetrieb stattfand, zur Unterbringung von Asylbewerbern genutzt werden.