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Greifswald/Crispendorf – Endlich war es soweit: Das Wolfszeit-Festival (25.-27. August 2016) stand an. Nachdem ich gerade mal zwei Tage Zeit hatte, um mich vom Barther Metal Open Air (siehe dazu diesen Festivalbericht: http://www.sachsen-depesche.de/kultur/xviii-barther-metal-open-air-meine-premiere-an-der-ostsee.html) zu erholen, trieb es mich schon wieder in den Süden der Republik, ins Ferienland Crispendorf im schönen Thüringen. Also machte ich mich bereits am Dienstag (da ich mich auch hier wieder als Arbeitskraft beworben hatte) auf den Weg zu diesem Festival, das seit Jahren durch seine großartigen Bandbuchungen auf sich aufmerksam macht. Zum Jubiläum hat sich der Veranstalter Philipp Seiler, seines Zeichens auch Frontmann der in der Metalszene umstrittenen Band Varg, nahezu selbst übertroffen. Dazu später mehr.

Leipzig – In den neunziger Jahren hing dem norwegischen Black Metal ein Hauch des Verruchten, Abgründigen, ja Kriminellen an. Für diesen schlechten Ruf verantwortlich waren mehrere Kirchenbrände und Morde, die sich im Umfeld der Szene ereigneten. In vielen Medien galt die düstere Musik als Werk des Teufels, bald sogar als Soundtrack einer neuen faschistischen Welle, die von den Fjorden des Nordens auf ganz Europa überzuschwappen droht.