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sachsen-depesche.de

Dresden – Um die neue Studie des Göttinger Instituts für Demokratieforschung zum Rechtsextremismus in Ostdeutschland, die von der Ost-Beauftragten der Bundesregierung, Iris Gleicke (SPD), in Auftrag gegeben wurde, ist ein politischer Streit in Sachsen entbrannt. Dabei geht unter anderem um die Rolle des Freistaates Sachsen, der einen Schwerpunkt in der Untersuchung einnimmt. So heißt es in der Studie, dass der „defizitäre Demokratisierungsprozess“ in Sachsen dazu geführt habe, dass sich Bewegungen wie Pegida ausbreiten konnten und sich eine „autoritäre, ressentimentgeladene Minderheit zunehmend radikalisiert“.

Dresden – „Faszination Sachsen“ heißt die seit sechs Jahren laufende Briefmarkenserie des privaten Postdienstleisters PostModern. Auch mit der nunmehr dritten Auflage werden abermals Sehenswürdigkeiten unserer Region vorgestellt: die Klosterkirche in Riesa, der Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau, die Schwarzkollmer Krabatmühle, der Mosaikbrunnen in Dresdens Großem Garten (siehe: https://www.sachsen-depesche.de/kultur/der-mosaikbrunnen-im-großen-garten.html) und das König-Albert-Denkmal in Freital.

Heidenau – Bekanntlich sucht der Freistaat Sachsen händeringend nach Unterbringungsmöglichkeiten für die Erstaufnahme von Asylbewerbern. Da Bundesinnenminister Thomas de Maizière seine Flüchtlingsprognose für 2015 nach Medienberichten von derzeit 450.000 auf bis zu 750.000 erhöhen wird, würden gemäß Königsteiner Schlüssel auch die Zuweisungszahlen für Sachsen deutlich steigen: Statt der bislang erwarteten 22.5000 wären es dann bis zu 37.500 Asylbewerber, um deren Unterbringung sich der Freistaat kümmern müsste.

Freital – Verschiedene Medien berichteten in dieser Woche über einen Anschlag auf das Auto des Freitaler Kommunalpolitikers Michael Richter (LINKE). Der 14 Jahre alte VW Golf des Stadtrates brannte dabei vollständig aus, eine Polizeisprecherin sprach am Montag von einer Explosion, das beschädigte Fahrzeug wurde beschlagnahmt, und sofort übernahm das Operative Abwehrzentrum (OAZ), eine direkt dem Innenministerium unterstellte Einheit zur Bekämpfung von politischem Extremismus, die Ermittlungen. Schnell machte das Gerücht von einer Autobombe die Runde, in den sozialen Netzwerken wurde gar von einer neuen Form des Rechtsterrorismus gesprochen. Selbst die „Welt“ schlagzeilte: „Der rechte Terror ist zurück in Sachsen.“

Freital - Die Gruppe „Freital wehrt sich“, die im Zusammenhang mit den asylkritischen Demonstrationen in der größten Stadt des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge momentan Tagesgespräch ist, hat auf unsere Berichterstattung reagiert. Die SACHSEN DEPESCHE hatte am Mittwoch über die Zuspitzung der Situation vor Ort informiert: www.sachsen-depesche.de/regional/situation-in-freital-spitzt-sich-zu.html.

Mittwoch, 24 Juni 2015 21:09

Situation in Freital spitzt sich zu

Freital – Seit einigen Wochen demonstrieren in Freital (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) Anwohner gegen die Unterbringung von Asylbewerbern im früheren Hotel Leonardo. Unterstützt werden sie dabei von der Gruppe „Freital wehrt sich“, die als Ableger der Dresdner Pegida-Bewegung gilt. Deren Organisator Lutz Bachmann nahm selbst schon mehrere Male an den Protestmärschen in Freital teil und ruft regelmäßig zur Teilnahme an den Demonstrationen auf. Viele Beobachter fürchten nun, dass die Lage eskalieren könnte, nachdem bekannt wurde, dass der Landkreis zusätzlich zu den etwa 100 im Hotel Leonardo untergebrachten Flüchtlingen bis zu 280 weitere Asylbewerber unterbringen will.