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Berlin/Dresden – Die Verkaufszahlen der deutschen Regional- und Lokalzeitungen gehen immer weiter in den Keller. Insbesondere auf dem am härtesten umkämpften Zeitungsmarkt Berlin gibt es eine zunehmende Print-Verweigerung. Alle fünf Hauptstadt-Titel („B.Z.“, „Tagesspiegel“, „Berliner Zeitung“, „Berliner Kurier“, „Berliner Morgenpost“) büßten laut den aktuellen IVW-Zahlen im ersten Quartal 2016 zwischen 7,4% und 10,4% im Vergleich zum ersten Quartal 2015 ein. Berücksichtigt hierbei ist der Abo- wie auch der Kioskverkauf. Deutlich unter einer verkauften Auflage von 100.000 liegt nun das Boulevardblatt „B.Z.“ (93.225), aber auch der überregional gelesene „Tagesspiegel“ verlor erneut über 10.000 Abnehmer und konnte im ersten Quartal des Jahres nur noch 91.890 Exemplare pro Tag absetzen.

Dresden – Das Bundeskartellamt hat wegen einer verbotenen Absprache über die „Einstellung miteinander konkurrierender Anzeigenblätter“ eine Strafe über insgesamt 12,44 Millionen Euro gegen drei Verlagshäuser in Sachsen verhängt. Dabei handelt es sich um die CVD Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG, die die „Freie Presse“ herausbringt, die WM Beteiligungs- und Verwaltungs-GmbH & Co. KG aus Monschau sowie die Dresdner Druck & Verlagshaus GmbH & Co. KG (DD+V), die zu 60 Prozent der Verlagsgruppe Gruner + Jahr und zu 40 Prozent der SPD-Medienholding ddvg gehört und die „Sächsische Zeitung“ sowie die Dresdner und Chemnitzer Ausgaben der „Morgenpost“ herausgibt.