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Samstag, 15 Oktober 2016 05:31

Kurfürst im Dreißigjährigen Krieg

Dresden – Am 8. Oktober vor 360 Jahren verstarb in Dresden Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656). Sein hohes Amt hat er in schweren Zeiten ausüben müssen, deren Herausforderungen er getreu seinem Wahlspruch „Ich fürchte Gott, liebe Gerechtigkeit und ehre meinen Kaiser“ zu meistern suchte. Eine Gratwanderung.

Dresden – Am 31. Juli ist es 490 Jahre her, dass Sachsens späterer Kurfürst August als jüngster Sohn von Herzog Heinrich dem Frommen und der Katharina von Mecklenburg in Freiberg geboren wurde. Als Erzieher fungierte der Schulreformator Johannes Rivius, mit dem der junge Prinz nach Leipzig ging, um Vorlesungen an der Universität zu hören. Am Hof in Wien schloss August eine lebenslange Freundschaft mit dem gleichaltrigen Königssohn Maximilian, dem späteren Kaiser Maximilan II., und empfing nachhaltige Impulse für eine habsburgfreundliche Reichspolitik.

Dresden – Als einziger Sohn des Kurfürsten Johann Georg II. und der Magdalena Sibylle von Brandenburg-Bayreuth wurde Prinz Johann Georg am 20. Juni 1647 in Dresden geboren. Bereits im Alter von sieben Jahren erhielt er Sprachunterricht und wurde später in Festungsbau und Kriegskunst unterwiesen. 1672 zum Landvogt der Oberlausitz ernannt, übernahm Johann Georg schon als junger Mann eine verantwortungsvolle Aufgabe innerhalb des kursächsischen Staates. Er heiratete 1666 Anna Sophia, eine dänische Königstochter, die ihm zwei Söhne schenkte. Noch als Kurprinz führte der begeisterte Soldat 1674-1678 die sächsischen Hilfstruppen im Rheinfeldzug. 1680 bestieg Johann Georg III. den Thron der albertinischen Wettiner. Straff ergriff der Kurfürst die Zügel der Regierung, Einsparungen in der Hofhaltung kamen dem Aufbau eines 12.000 Mann starken Heeres zugute.