Login

sachsen-depesche.de

Dresden – Die sächsischen Exporte nach Russland sind in den vergangen zwei Jahren dramatisch eingebrochen. Laut einer Antwort von Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) auf eine Anfrage der Landtagsabgeordneten Luise Neuhaus-Wartenberg (Linke) sind die Ausfuhren im Jahr 2014 um 16 Prozent, 2015 um 15 Prozent und im ersten Halbjahr 2016 um 36 Prozent zurückgegangen. Noch stärker brachen die Importe in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres ein, nämlich um 90 Prozent. 2014 waren es nur 3 Prozent, 2015 bereits 27 Prozent. Wie stark die Auswirkungen auf einzelne Regionen sind, kann die Staatsregierung nicht angeben, da hierzu keine statistischen Daten vorhanden seien.

Wiesbaden – Die deutschen Ausfuhren lagen im Mai 2016 höher als im Mai des letzten Jahres: Insgesamt wurden Waren im Wert von 97,2 Milliarden Euro exportiert, was laut Statistischem Bundesamt ein Plus von 1,6% im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Importe nach Deutschland hatten im Mai 2016 einen Gesamtwert von 76,2 Milliarden Euro und lagen damit um 0,1% niedriger als im Mai 2015. Kalender- und saisonbereinigt nahmen die Exporte gegenüber dem Vormonat April 2016 um 1,8 % ab, während die Importe um 0,1% zunahmen.

Dresden – Die deutschen Exporte nach Russland sind nach den aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes im letzten Jahr um 18 % auf 29 Milliarden Euro zurückgegangen. Damit hat sich ein Trend fortgesetzt, auf den auch viele Unternehmen in Sachsen mit Sorge blicken. Noch in den Jahren 2000 bis 2012 waren die deutschen Ausfuhren in die Russische Föderation – bis auf das Krisenjahr 2009 – stärker als die gesamtdeutschen Exporte gestiegen. Bereits im Jahr 2013 hatte es allerdings einen Rückgang des Außenhandels mit Russland um 6 % gegeben. Der Exportrückgang liegt vornehmlich in den EU-Sanktionen gegen Moskau begründet.