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New York/Moskau – Der russische Politikwissenschaftler und Geopolitik-Experte Alexander Dugin hat sich hocherfreut über den Wahlsieg Donald Trumps bei den US-Präsidentschaftswahlen gezeigt. „Für uns ist das eine wahre Freude, ein Glücksgefühl“, so Dugin gegenüber dem „Wall Street Journal“. Der frühere Professor an der Moskauer Lomonossow-Universität, der als einer der internationalen Chefideologen der „Neuen Rechten“ gilt, fügte hinzu: „Wir betrachten Trump als den amerikanischen Putin.“

Dienstag, 15 November 2016 15:09

Donald Trump – Chance für Europa?

in Politik

Wien – Am 09.11.2016 passierte eine politische Revolution in den USA, das „Unmögliche“ wurde Realität: Donald J. Trump ist mit großem Abstand auf seine Rivalin Hillary Clinton zum 45. Präsidenten der USA gewählt worden. Entgegen der Erwartungen von etablierten Medien auf der ganzen Welt konnte sich der durch seine eierdottergelbe Frisur hervorhebende Kandidat deutlich von seiner Konkurrentin absetzen. Für uns Identitäre in Europa stellt sich vor allem eine Frage: Was bedeutet sein Sieg für uns und unsere Zukunft?

Dresden – Vor kurzem veröffentlichte HESSEN DEPESCHE eine sehr ausführliche Besprechung des im Dezember letzten Jahres erschienenen Buches „Russland und die neue Vernetzung Eurasiens“ von F. William Engdahl, verfasst von Enno-Martin Cramer (http://www.hessen-depesche.de/politik/f-william-engdahl-„russland-und-die-neue-vernetzung-eurasiens“.html). So gut der Rezensent die Standpunkte der Autors zweifelsohne erfasst hat, so deutlich wird doch an mehreren Stellen, dass er dessen Ansicht eines „verdeckten Feldzuges“ der USA gegen geopolitische Kontrahenten wie Russland und China nicht folgen mag oder zumindest stark anzweifelt.

Dresden – In unseren Medien sind die Rollen klar verteilt: Russland unter Putin ist ein außenpolitischer Aggressor und unterdrückt im Innern gesellschaftliche Minderheiten und die politische Opposition, während der Westen als Hort von Freiheit und Demokratie solchem Treiben mit moralischem Recht entgegentritt. Gegen dieses gängige Bild erhebt der Anthropologe, Publizist und Dokumentarfilmer Dimitrios Kisoudis in seinem kürzlich erschienenen Buch „Goldgrund Eurasien“ deutlichen Widerspruch – und bietet eine ganz andere Interpretation an.