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Schmeckwitz – Elsa Brändström (auch „Brandström“) ist gerade bei uns als „Engel von Sibirien“ bekannt, da sich die schwedische Krankenschwester während des Ersten Weltkrieges besonders für deutsche und österreichische Kriegsgefangene in russischem Gewahrsam aufopferte. Über das Rote Kreuz suchte sie deren Lebensbedingungen zu bessern, reiste mehrfach nach Sibirien und organisierte von Schweden aus eine Hilfsorganisation. Tausende Kriegsgefangene verdankten dem Einsatz Brändströms so ihr Leben.

Dresden - Der Journalist, Verleger und Autor Dr. Bruno Bandulet untersucht die Politik der Siegermächte des II. Weltkrieges, insbesondere die Deutschlandpolitik der drei West-Alliierten und jene sich daraus ergebenden Folgen für die deutsche Bevölkerung vom Kriegsende bis in die Gegenwart. Mit der sogenannten „Stunde Null“ führt Bandulet in die Thematik ein. Der Autor legt dar, dass 8. und 9. Mai 1945 für die Deutschen nicht „Tage der Befreiung“ gewesen seien, sondern, dass die Alliierten einen Krieg geführt haben, um das Deutsche Reich vernichtend zu besiegen und im Anschluss sozusagen zur Plünderung freizugeben.

Donnerstag, 15 November 2018 21:53

Zum Volkstrauertag am 18. November

Dresden – Die Einführung eines Gedenktages für die 2 Millionen deutschen Weltkriegsgefallenen war bereits 1919 vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge angeregt worden. Am 1. März 1925 wurde jener „Volkstrauertag“ erstmals mit deutschlandweiten Gedenkfeiern begangen. Nach dem Tod des Reichspräsidenten Paul von Hindenburg zum staatlichen Feiertag erhoben, fand die in „Heldengedenktag“ umbenannte Großveranstaltung im Dritten Reich letztmalig am 11. März 1945 statt.

Neustadt/Sa. - Zehn Kilometer östlich von Stolpen, zwischen Hohwald und Sächsischer Schweiz, liegt Rückersdorf. 1223 erstmals urkundlich erwähnt, ist das 300-Seelen-Dorf heute ein Ortsteil von Neustadt in Sachsen. In alter Zeit meißnisch-bischöflicher Besitz, kam Rückersdorf 1559 mit dem Amt Stolpen zum sächsischen Kurfürstentum, besaß einmal drei Mühlen, eine Brauerei und eine Käsefabrik. Das ist schon eine Ewigkeit her, doch 1997 wurde der Ort in das Sächsische Dorferneuerungsprogramm aufgenommen, bekam Trink- und Abwasseranlagen, eine Ortsumfahrung, den neuen Dorfplatz und ein aufgehübschtes Gemeindehaus.

Dresden – Am 17. Dezember vor 170 Jahren wurde Max Clemens Lothar Freiherr von Hausen als Sohn des späteren sächsischen Generals und Dresdner Stadtkommandanten Clemens Heinrich Lothar von Hausen und dessen Ehefrau Anna Wilhelmine in Dresden geboren. Die uradelige Familie entstammt dem lothringischen Raum und trat Anfang des 19. Jahrhunderts in sächsische Dienste. Zu den wohlhabenden Familien Sachsens haben die Freiherren von Hausen indes nie gehört. „Reich an Ehren, aber arm an Gut widmeten sie ihr Leben dem Heeresdienste und dem Vaterlande.“ (A. Brabant). Ihrem sächsischen Vaterland stellte das Geschlecht in einem Jahrhundert 18 Offiziere, darunter sechs Generäle.

Wien – S.M. Kaiser Franz Joseph I. (18. August 1830 - 21. November 1916) wusste, dass seine Person die Klammer ist, die das Reich, die Monarchie, den Vielvölkerstaat zusammenhält. In seinem Inneren wusste er auch mit ziemlicher Sicherheit, dass seine Monarchie nach ihm zusammenbrechen wird. Niemand auf der Welt kannte das Staatsgebilde Österreich, später Österreich-Ungarn, besser als Kaiser Franz Joseph I. Genau 68 Jahre regierte er dieses überaus komplizierte Staatenkonglomerat und kannte alle seine Tücken.

Dresden – Wie umgehen mit dem Ehrenhain der Dresdner Regimenter des Ersten Weltkrieges auf dem Garnisonfriedhof? Dies war das Thema einer Diskussionsrunde im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Unbequeme Denkmale“, wozu der Verein „Denk Mal Fort!“ am 2. November in das Kultur-Forum des „riesa efau“ in die Wachsbleichstraße eingeladen hatte.

Dresden – Unweit der Albertbrücke, vis-á-vis dem Sachsenplatz im Stadtteil Johannstadt, befand sich bis zu ihrem Abriss in den 1950er Jahren – die Jägerkaserne. Das schlossähnliche Gebäude wurde 1880/81 nach Entwürfen von Oswald Haenel, Bruno Adam und Fritz Opitz errichtet. Seiner prächtigen Erscheinung und modernen Ausstattung wegen, galt es zu seiner Zeit als „schönster Kasernenbau Sachsens“. Ende September 1882 bezog das Königlich Sächsische 2. Jägerbataillon Nr. 13 das weiträumige Areal.

Montag, 12 September 2016 19:12

Die Melli-Beese-Gedenkmedaille

Dresden – Passend zum 130. Geburtstag der ersten deutschen Motorfliegerin gibt es – aus der Werkstatt eines Dresdner Zinngießers – eine Melli-Beese-Gedenkmedaille. Aus einer Zinklegierung gefertigt, zeigt die Vorderseite das Porträt der Flugpionierin im Viertelprofil mit Fliegerhaube und -brille. Die Medaille hat einen Durchmesser von 40 Millimetern und wiegt 40 Gramm.

Dresden – Am 13. September vor 130 Jahren wurde Amelie Hedwig „Melli“ Beese in Laubegast bei Dresden geboren. Als einzige Tochter – unter den vier Kindern des Architekten Karl Richard Beese – genoss das begabte Mädchen mit den braunen Augen und braunem Haar eine unbeschwerte Kindheit und brillierte schon in der Schule mit außergewöhnlichen Leistungen. Um Künstlerin zu werden, studierte sie von 1906 bis 1909 an der Königlichen Akademie in Stockholm Bildhauerei und unterhielt eigene Ateliers in München und Dresden.

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