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Dresden – Die Bilderberg-Konferenz in Dresden wirft ihre Schatten voraus. Vom  9. bis zum 12. Juni treffen sich internationale Größen aus Politik, Wirtschaft und Finanzwelt im noblen Kempinski-Hotel Taschenbergpalais nahe der Semperoper, um, wie die Bilderberger nicht müde werden zu betonen, „rein privat“ über weltpolitische und ökonomische Fragen zu debattieren. Ob dabei auch Entscheidungen vorweggenommen werden, ist umstritten.

Dresden – Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert hat in einer Antwort auf eine mündliche Anfrage von Stadtrat Jörg Urban (AfD) die im Juni im Kempinski-Hotel Taschenbergpalais tagende Bilderberg-Konferenz als „wirtschaftlichen und ideellen Gewinn für Dresden“ für Dresden bezeichnet. Zu möglichen Einschränkungen für die Bürger und Gäste der sächsischen Landeshauptstadt während des Treffens konnte Hilbert nichts sagen. Auf die Frage Urbans, ob er zu der Konferenz eingeladen worden sei, antwortete der OB, er habe „noch keine Einladung erhalten“.

Dresden – Die Sanierung des Ostflügels des Neuen Rathauses in Dresden ist nach fast fünfjähriger Bauzeit abgeschlossen. Ursprünglich war geplant, einen großen Teil der Bauarbeiten bis Mitte 2014 abzuschließen und einige weitere Arbeiten bis Ende 2015 fertigzustellen. Doch nicht nur eine Verzögerung mussten Oberbürgermeister, Bedienstete und Stadträte hinnehmen, der Steuerzahler wurde auch mit einem wesentlich höheren Betrag als ursprünglich geplant zur Kasse gebeten. Rechnete man 2011 mit einer Investitionssumme von 25 Millionen Euro, so wurden nun über 50 Prozent mehr fällig, nämlich insgesamt 38,2 Millionen Euro.

Dresden – Hat die Dresdner Stadtverwaltung eine Anregung der NPD aufgegriffen und umgesetzt? Das zumindest behauptet der Kreisverband der rechten Partei in der Landeshauptstadt. Hintergrund ist der Einsatz der sogenannten „Besonderen Einsatzgruppe“ des Ordnungsamts am Drogen-Brennpunkt Wiener Platz vor dem Hauptbahnhof. Dafür beansprucht die NPD das Copyright.

Dresden – Eine Gruppe von etwa 50 Asylheimgegnern aus Übigau ist am Dienstag gegen 21:45 Uhr von der Kreuzung Stendaler/Goethestraße vor das Wohnhaus des Dresdner Oberbürgermeisters Dirk Hilbert (FDP) in Klotzsche gezogen, um gegen die neuen Asylpläne des Rathauses zu protestieren. Nach Medienberichten sollen die Teilnehmer der Demonstration dabei weitgehend ruhig und besonnen geblieben sein, so dass die anwesende Polizei keinen Grund sah, in den Versammlungsablauf einzugreifen.

Dresden – Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert hat am Donnerstag im Rahmen der Sitzung des Stadtrates drei weitere Asyl-Standorte zuzüglich zu den bereits bestehenden und geplanten Flüchtlingsunterkünften angekündigt. Am Zelleschen Weg, in der Altenberger Straße und in der Washingtonstraße sollen demnach neue Asyl-Container mit über 500 Plätzen aufgestellt werden. Die Stadtspitze rechnet damit, dass sich die Zahl der Asylsuchenden in Dresden bis Jahresende von derzeit 7.500 auf rund 10.000 erhöhen wird. Pro Woche kommen derzeit etwa 400 neue Migranten in der sächsischen Landeshauptstadt an.

Dresden – Für Sachsens Landeshauptstadt Dresden bedeutet der massenhafte Zustrom von Asylbewerbern eine besondere Herausforderung. Bis Jahresende wird es in Dresden 17 Asylheime und weit über 400 sogenannte Gewährleistungswohnungen für Asylanten geben. Zudem sind als Interimslösungen Containerstandorte mit jeweils bis zu 180 Plätzen im Stadtgebiet sowie Anmietungen von Hotelzimmern und Pensionen geplant. Für 2016 ist die Errichtung von weiteren Heimen geplant, und auch die Zahl der dezentralen Unterbringungen in Wohnungen wird weiter steigen. Zudem plant das Land Sachsen für nächstes Jahr auch noch eine Erstaufnahmeeinrichtung am Hammerweg mit 700 Plätzen und zusätzlich 500 Plätzen in Containern.

Dresden – Bislang war er nur Interimschef im Dresdner Rathaus, am Donnerstag wurde Dirk Hilbert (FDP) vereidigt und feierlich in sein Amt als gewählter Oberbürgermeister eingeführt. Was viele nicht wissen: Der 1971 in der Landeshauptstadt geborene Diplom-Wirtschaftsingenieur ist bereits das fünfte liberale Oberhaupt der sächsischen Elbmetropole. Vor ihm regierten bereits Paul von 1877 bis 1895 Alfred Stübel (NLP), von 1915 bis 1931 Bernhard Blüher (DVP), von 1931 bis 1933 Wilhelm Külz (DDP) und von 2001 bis 2008 Ingolf Roßberg (FDP) die Stadt. Hilbert war bei der Oberbürgermeisterwahl allerdings nicht als FDP-Kandidat angetreten, sondern wurde vom Verein „Unabhängige Bürger für Dresden“ nominiert.

Dresden – Dresdens Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) hat im städtischen Haushalt eine satte Finanzierungslücke von 28,3 Millionen entdeckt und verhängte deshalb eine sofortige Haushaltssperre. Nicht davon betroffen sind geplante Investitionen in Schulen, Kitas und Kulturprojekte sowie Personalkosten, soziale Leistungen und die Jugendhilfe. Eingespart werden sollen durch die Sperre rund 12 Millionen Euro. Wie Vorjohann den Rest – genauer gesagt den Großteil – der Lücke schließen will, ist noch nicht bekannt.

Dresden – Heutzutage legt man großen Wert auf Sensibilität im Sprachgebrauch. Bestes Beispiel sind die Neufassungen von Kinderbüchern. In der aktuellen Auflage von Astrid Lindgrens „Pippi Langstrumpf“ ist aus dem „Negerkönig“ ein „Südseekönig“ geworden, und auch in Otfried Preußlers „Kleiner Hexe“ gibt es kein „Negerlein“ mehr, sondern einen „Messerwerfer“.

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