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Leipzig – Einem Bericht des „Tagesspiegels“ zufolge soll der bisherige Chefredakteur des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR), Stefan Raue, neuer Intendant des Deutschlandfunks werden. Entsprechende Gerüchte kursierten schon seit längerer Zeit, nun habe der Verwaltungsrat des Deutschlandradios sich für Raue entschieden, so das in Berlin erscheinende Blatt. Raue soll demnach am 8. Juni 2017 vom Hörfunkrat des Senders gewählt werden. Der amtierende Deutschlandradio-Intendant Willi Steul hatte bereits vor einigen Monaten seinen Rücktritt angekündigt.

Berlin – Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) ist eine der weniger bekannten staatlichen Einrichtungen in unserem Land. Doch alle zwei Jahre steht sie im Fokus, wenn sie sich mit der Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks beschäftigt. Die aus handverlesenen Vertretern aller Bundesländer gebildete Kommission empfiehlt dann gerne mal, den Bürgern mehr Geld abzuknöpfen. Ein einziges Mal wurde die Gebühr in ihrer mehr als 60-jährigen Geschichte gesenkt – ansonsten ging es stetig bergauf.

Köln - Exakt 8.131.285.001,97 Euro an Rundfunkbeiträgen hat der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio 2015 eingenommen - knapp 2 Mio Euro weniger als 2014. 5,76 Mrd Euro davon fließen an die ARD, das ZDF bekommt etwa 2 Mrd Euro. Das ist vergleichsweise eine üppige finanzielle Ausstattung, da private Wettbewerber wie beispielsweise RTL mit weit weniger auskommen.

Leipzig - Am Mittwoch und Donnerstag hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig zu prüfen, ob der allgemeine Rundfunkbeitrag zur Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunksystems rechtmäßig ist. Mündlich verhandelt werden die ersten Klagen gegen das aktuelle Beitragsmodell, das die Kläger für willkürlich und verfassungswidrig halten. Im Gegensatz zur früheren geräteabhängigen GEZ-Gebühr hat die geräteunabhängige Haushaltsabgabe seit Anfang 2013 jeder Haushalt zu zahlen, auch wenn es dort weder einen Fernseher noch ein Radio gibt. Die Eintreibung des Beitrags von monatlich 17,50 Euro auch dann, wenn das öffentlich-rechtliche Medienangebot gar nicht genutzt wird, empfinden die Kläger als Ungerechtigkeit. Viele sehen im Zwangsbeitrag auch eine versteckte Steuer für die Staatssender, die von den Landtagen gar nicht hätte beschlossen werden dürfen.

Dresden – Der frühere WDR-Journalist Bastian Brandau berichtet seit dem 1. Dezember als Landeskorrespondent für Deutschlandfunk, DRadio Kultur und DRadio Wissen aus Dresden. Der gebürtige Lüneburger tritt damit die Nachfolge von Nadine Lindner an, die in das Berliner Funkhaus wechselt und dort unter anderem in der Online-Redaktion von Deutschlandradio mitarbeiten wird.