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Pirna – „Macht und Pracht“ heißt das Motto am 10. September 2017 beim 25. bundesweiten Tag des offenen Denkmals, an dem auch kaum der Öffentlichkeit zugängliche Denkmale ihre Pforten öffnen. Das Landratsamt in Pirna ruft nun die Denkmalbesitzer des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge auf, an diesem Tag ihre Baudenkmale, Parks und archäologische Denkmale vorzustellen.

Auch wenn die Devise dies vielleicht suggeriert, geht es dabei mitnichten nur um Schlösser, Burgen und Herrensitze. Ebenso sind Bürgerhäuser, Industrie- und Gewerbebauten, Bahnhofsgebäude, Grab- und Kleindenkmale Teil jener vielgestaltigen Kulturlandschaft, die das Thema versinnbildlichen und Leistungen von Denkmalpflege und Denkmalschutz in den Fokus rücken. Insofern ist der 10. September ein idealer Anlass, für den Erhalt historischer Bausubstanz zu sensibilisieren.

Wer sein Denkmal dabei einbringen möchte, kann über Art und Weise der Präsentation weitgehend frei entscheiden. Neben der kostenfreien Besichtigungsmöglichkeit freuen sich die Besucher gewiss über Informationen zur Geschichte des jeweiligen Objekts, wozu Führungen oder Vorträge ein geeignetes Forum bieten. Bewährt haben sich kleine Ausstellungen, Kunst- oder Musikdarbietungen. Besondere Resonanz ist bei der Vorführung historischen Handwerks oder der Präsentation der Arbeit von Denkmalpflegern, Bauforschern, Archäologen und Architekten vor Ort zu erwarten.

Auch das Reformationsjahr 2017 kann – insofern es zu dem betreffenden Denkmal passt – in Bezug auf das Motto „Macht und Pracht“ gesetzt werden. Noch bis zum 31. Mai 2017 werden Anmeldungen von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz entgegengenommen. Weitere Hinweise zu Anmeldung und Teilnahme findet man unter: www.tag-des-offenen-denkmals.de.

Donnerstag, 23 März 2017 00:32

Frühlingsauftakt auf dem Dresdner Altmarkt

Dresden – Frühlingsbeginn mit mildem Wetter und PEGIDA am Montagabend auf dem Dresdner Altmarkt. Zunächst eine Erinnerung von Lutz Bachmann: Am Tag genau vor 29 Monaten, am 20. März 2014, waren die ersten 300 Pegidianer vis-à-vis auf dem Neumarkt gestartet. Seitdem ohne Unterbrechung „ganz vorn rechts“ als Bannerträger im Einsatz, der Vater des PEGIDA-Gründers, Heinz Bachmann. An diesem Montag wird er 77 Jahre alt, gibt es Blumen und Beifall für den Jubilar.

Dresden – Dresdens ältestes erhaltenes Denkmal – ist das Wilhelm Walter (1526-1586) zugeschriebene Moritzmonument aus dem Jahre 1555. Nachdem Kurfürst Moritz von Sachsen (1521-1553), ohne männliche Erben zu hinterlassen, in der Schlacht von Sievershausen den Soldatentod gefunden hatte, trat sein Bruder August (1626-1586) dessen Nachfolge an. Während dieser Zeit waren die Festungsanlagen Dresdens ausgebaut worden, und so ließ August an der Spitze der Hasenberg-Bastei – zwischen dem früheren Pirnaischen und Ziegeltor – seinem Bruder ein imposantes Denkmal setzen.

Leipzig – Dem Freistaat Sachsen gehen pro Jahr rund 500 Denkmäler verloren. Dies geht aus der Antwort des Landesinnenministeriums auf eine Anfrage des sächsischen Landtagsabgeordneten Wolfram Günther (Grüne) hervor. Demnach wurden seit dem Jahr 2000 mehr als 4.500 Baudenkmale abgerissen. Aktuell liegen bereits weitere 200 Genehmigungen für Abrisse bzw. Teilabrisse und 109 in Bearbeitung befindliche Anträge auf Abriss vor. Allein 40 Abrisse wurden dabei jeweils im Landkreis Leipzig bzw. in der Stadt Leipzig genehmigt. Im Landkreis Leipzig stauen sich darüber hinaus weitere 40 bislang noch nicht entschiedene Abrissanträge.

Dresden – Der Dresdner Stadtrat hat in seiner letzten Sitzung mit 35 Ja- bei 28 Nein-Stimmen einen Antrag der rot-rot-grünen Mehrheitsfraktionen zur Umgestaltung des Gedenkobelisken im Ortsteil Nickern angenommen. Linke, Grüne und SPD stören sich vor allem an der – aus DDR-Zeiten stammenden – Inschrift: „Wir gedenken der Opfer des anglo-amerikanischen Bombenterrors.“