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Berlin – Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung kommt in einer aktuellen Studie zur Mena-Region („Middle East & North Africa“; dt.: Naher Osten und Nordafrika) zu besorgniserregenden Ergebnissen, die zugleich wenig Hoffnung geben, dass durch die Migration aus diesem Gebiet ein nennenswertes unseren Standards gemäß ausgebildetes Fachkräftepotenzial abgeschöpft werden könnte.

Görlitz – Der CDU-Kreisverband Görlitz hat vor wenigen Tagen auf einer Veranstaltung im Görlitzer Hotel „Bon Apart“ mit Experten und Gästen über die Bevölkerungsentwicklung in der Stadt, im Landkreis und in den angrenzenden Regionen diskutiert. Hierbei kam auch die Lage in den regionalen Unternehmen zur Sprache. So erklärte Frank Großmann, Geschäftsführer der IHK Görlitz, zum Thema Fachkräftebedarf: „Die Zahl unserer Schulabgänger reicht nicht aus, um den Rückgang der Erwerbstätigen aufzufüllen. Derzeit sind 35 Prozent der Mitarbeiter in den sächsischen Unternehmen über 50 Jahre alt.“

Dresden – Nach Ansicht des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung werden die neuen Bundesländer den westdeutschen auch in den nächsten Jahrzehnten ökonomisch hinterherhinken. „Alles spricht dafür, dass Ostdeutschland in den nächsten 25 Jahren nicht aufholen kann“, so Joachim Ragnitz, stellvertretender Leiter der ifo-Niederlassung Dresden. Das Bruttoinlandsprodukt im Osten verharre schon seit 1995 bei 75 Prozent des westdeutschen Durchschnitts.

Dresden – Seit der Wiedervereinigung sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes rund 2,3 Millionen Menschen aus den neuen Bundesländern weggezogen. Aktuell beträgt die Gesamtbevölkerung in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen 12,5 Millionen. Allein durch die Abwanderung nach Westdeutschland verloren die Ost-Bundesländer seit der Wende etwa 1,2 Millionen Einwohner.