Login

sachsen-depesche.de

Dresden – Das einzige erhaltene historische Bauwerk an der Wilsdruffer Straße ist das Dresdner Landhaus von Hofbaumeister Friedrich Krubsacius. 1770 bis1776 errichtet, diente es den sächsischen Landständen bis 1907 als Verwaltungs- und Tagungsgebäude. Die barock anmutende Fassade zur Wilsdruffer Straße ist eigentlich Gartenseite, während die ursprüngliche Hauptfront (mit eindrucksvollem Portikus aus sechs dorischen Säulen, die einen Balkon tragen) sich in der heutigen Landhausstraße befindet und Dresdens erste klassizistische Fassade vorstellt.

Montag, 08 August 2016 16:11

Die Dresdner Albertbrücke

Dresden – Bald ist es soweit, endlich. Voraussichtlich ab 5. September 2016, nach zwei Jahren und drei  Monaten Sanierungsdauer, können Autos und Straßenbahnen die Elbquerung zwischen Neustadt und Johannstadt, die den Namen König Alberts von Sachsen (1828-1902) trägt, wieder uneingeschränkt befahren. Bis dahin werden 21 Millionen Euro verbaut worden sein, wovon das Land Sachsen 75 Prozent zur Verfügung stellt. Seit 1877 ist die Albertbrücke erstmalig grundhaft saniert und um 3,60 auf 22,20 Meter verbreitert worden.

Dienstag, 26 Juli 2016 13:30

Brexit – Bayxit – Säxit?

in Politik

Dresden – Die Bayernpartei (BP) hat schon bessere Zeiten gesehen. 1946 gegründet, zog sie zwei Jahre später mit 17 Abgeordneten in den ersten Deutschen Bundestag ein. Allein in ihrem Stammland holten die bayerischen Traditionalisten damals 20,9 % der Stimmen. Seitdem ging es bergab, fristete man ein eher randständiges Dasein.

Ankara/Köln – Die Demokratie ist ein hohes Gut. Doch sie ist anfällig und muss täglich neu verteidigt werden. Zu leicht macht sie es dem, sie zu missbrauchen, der ihre Toleranz ausnutzen will. Dies gilt auch für jene, die sich auf ihre religiösen Überzeugungen berufen und dabei den säkularen Staat ablehnen. Es ist ein schmaler Grat zwischen dem gewollten Pluralismus, der auch wirren oder gar extremen Ansichten Gehör gibt, und der Verbreitung demokratiefeindlicher Ideologien. In Deutschland bildet der Rechtsextremismus die „rote Linie“.

Dresden – Am 22. Juli 1996 verstarb Tamara Danz im Alter von nur 43 Jahren in Berlin. Die Rocksängerin verkörperte mit der Band „Silly“ die vielleicht gelungenste Synthese einer durch politische Rahmenbedingungen erzwungenen Ausprägung DDR-typischer Rockmusik und deren selbstbewusster Infragestellung. Dabei war nicht „der Westen“ das Ziel, sondern vielmehr das „Höchstmaß an Freiheit, das in der DDR überhaupt möglich war“, so Danz nach dem Mauerfall in einem Aufsatz. In diesem Sinne hoben sich Band und Sängerin, die internationale Vergleiche keineswegs zu scheuen brauchten, deutlich vom kulturpolitisch instrumentalisierten Staatsrock á la „Puhdys“ und „Karat“ ab und wurden zum Inbegriff von Sehnsucht und Lebensgefühl junger Menschen während der letzten zehn Jahre der DDR.

Mainz - Das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) gilt als überaltert in seiner Zuschauerstruktur. Beim privaten Wettbewerber RTL witzelt man gerne über das "Senioren-TV" aus Mainz. Reichtweite hat das Zweite nur noch in der Altersgruppe über 60 Jahre. Doch Reputation verliert das bis in die 1990er Jahre hoch angesehene ZDF vor allem in einer selektiven Berichterstattung und eigenwilligen Art der Satire über Parteien und politische Meinungen, die den Machern des ZDF ganz offenbar nicht lieb sind.

Dresden – Das Amtsgericht Leipzig hat die Aufhebung der Immunität der sächsischen Landtagsabgeordneten Juliane Nagel (Linke) beantragt. Der Politikerin und Antifa-Aktivistin wird vorgeworfen, im Mai 2014 am Rande einer linken Demo in Leipzig-Lindenau die ehemalige DDR-Bürgerrechtlerin Angelika Kanitz bedroht zu haben. Die 61-Jährige wurde 1988 wegen eines regimekritischen Flugblattes von der Stasi abgeholt und in den Knast gesteckt. Heute beteiligt sie sich an zuwanderungs- und asylkritischen Protesten.

Dresden – Die Polizei ist am Mittwochabend in Dresden mit Pfefferspray gegen Gegner einer NPD-Demonstration vorgegangen, als diese versucht hatten, eine Absperrung zu durchbrechen. Dabei handelte es sich nach Polizeiangaben um Anhänger der Partei „Die Linke“, die sich den Rechten unter dem Motto „Politischer Streik als eine Form demokratischer Mitbestimmung“ entgegenstellen wollten. 260 Personen schlossen sich dem Aufzug an.

Seite 3 von 3