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Leipzig – Eigentlich hätte der israelisch-amerikanische Erfolgsautor Tuvia Tenenbom am Mittwoch im linken Leipziger Veranstaltungszentrum „Conne Island“ aus seinem neuen Buch „Allein unter Flüchtlingen“ (Rezension: https://www.sachsen-depesche.de/kultur/„allein-unter-flüchtlingen“-–-tuvia-tenenboms-„entdeckungsreise“-durch-deutschland.html) lesen sollen. Weil den Veranstaltern aber offenbar nicht passte, dass Tenenbom nur wenige Tage später auf dem Rittergut Schnellroda des rechten Verlegers Götz Kubitschek (Verlag Antaios) auftritt, sagten sie die Buchlesung kurzerhand ab.

Leipzig – Die Mühlholz-Villa in der Prinz-Eugen-Straße in Leipzig-Connewitz wird zu einer Unterkunft für unbegleitete minderjährige Ausländer (UMA) umfunktioniert. Das dreistöckige Haus, das dem Amt für Jugend, Familie und Bildung der Stadt Leipzig gehört, soll für insgesamt 2,3 Millionen Euro saniert werden, damit 48 jugendliche Migranten dort einziehen können. Die Umbaumaßnahmen beginnen bereits in wenigen Tagen, der Freistaat Sachsen übernimmt 90 Prozent der Sanierungskosten.

Dienstag, 10 Januar 2017 14:39

Leipzig: Licht aus bei Legida?

Leipzig – Gut zwei Jahre nach der ersten Demonstration des Leipziger Pegida-Ablegers Legida wollen die Initiatoren das Projekt offenbar weitestgehend begraben. Am Montagabend erklärte Legida-Organisator Arndt Hohnstädter vor rund 500 Anhängern bei der wohl letzten Demo der Gruppierung in der Messestadt: „Wir haben uns als Legida wirklich bemüht, mit Dresden und Chemnitz eine Struktur aufzubauen. Leider ist uns das bis heute nicht geglückt.“

Leipzig – Am Wochenende trägt Leipzig wieder schwarz. Wie in jedem Jahr treffen sich an Pfingsten in der sächsischen Metropole wieder Freunde dunkelromantischer Klänge zum Wave-Gotik-Treffen (WGT), dem weltweit größten Musikfestival dieser Art. Das Programm geht allerdings weit über musikalische Darbietungen hinaus, das besondere Flair des fast über die gesamte Stadt verteilten Festivals machen auch die vielen kleinen und größeren Kulturveranstaltungen, Buchlesungen, Vorträge und Ausstellungen aus.

Dresden – Das Amtsgericht Leipzig hat die Aufhebung der Immunität der sächsischen Landtagsabgeordneten Juliane Nagel (Linke) beantragt. Der Politikerin und Antifa-Aktivistin wird vorgeworfen, im Mai 2014 am Rande einer linken Demo in Leipzig-Lindenau die ehemalige DDR-Bürgerrechtlerin Angelika Kanitz bedroht zu haben. Die 61-Jährige wurde 1988 wegen eines regimekritischen Flugblattes von der Stasi abgeholt und in den Knast gesteckt. Heute beteiligt sie sich an zuwanderungs- und asylkritischen Protesten.

Leipzig – Am Montag verhinderten rund 200 linke Demonstranten mit einer Sitzblockade die Verlegung von 51 Asylbewerbern aus einer Sporthalle der Leipziger Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) nach Heidenau. Der Umzug war wegen Baufälligkeit der Turnhalle in der Arno-Nitzsche-Straße im Leipziger Stadtteil Connewitz notwendig geworden. Die Asylbewerber sollen nun auf eine Notunterkunft in der städtischen Ernst-Grube-Halle und ein Asylbewerberheim in Grillenburg (Sächsische Schweiz) aufgeteilt werden.

Leipzig – Noch zwei Wochen, dann ist es wieder soweit: Wie in jedem Jahr treffen sich in Leipzig über die Pfingsttage mehr als 25.000 Anhänger der schwarzen Szene aus aller Welt, um gemeinsam das Wave-Gotik-Treffen zu zelebrieren. Das Festival ist nicht nur wegen der vielen Konzerte und anderen Musikveranstaltungen an verschiedenen Spielorten so beliebt, sondern auch wegen des Rahmenprogramms aus vielen kleinen und größeren Kulturevents, die das besondere Flair des WGT ausmachen.

Leipzig – In den neunziger Jahren hing dem norwegischen Black Metal ein Hauch des Verruchten, Abgründigen, ja Kriminellen an. Für diesen schlechten Ruf verantwortlich waren mehrere Kirchenbrände und Morde, die sich im Umfeld der Szene ereigneten. In vielen Medien galt die düstere Musik als Werk des Teufels, bald sogar als Soundtrack einer neuen faschistischen Welle, die von den Fjorden des Nordens auf ganz Europa überzuschwappen droht.