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Frankfurt am Main – Gegen die Pläne der Bundesregierung, auf EU-Ebene eine Obergrenze von 5.000 Euro für Barzahlungen zu dringen oder eine solche Grenze im Alleingang in Deutschland einzuführen, regt sich in Expertenkreisen Widerstand. So hält der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, Einschränkungen des Bargeldverkehrs schlichtweg für verfassungswidrig. „Dies wären nicht gerechtfertigte Eingriffe in Freiheitsrechte, nämlich in die Vertragsfreiheit und Privatautonomie“, so der frühere Verfassungsrichter gegenüber der FAZ. Papier betonte, das Bundesverfassungsgericht habe immer wieder festgestellt, „dass die Freiheitswahrnehmung der Bürger nicht total erfasst und registriert werden darf“.

München – Die Deutsche Bundesbank verfügt mit knapp 3.400 Tonnen über die zweitgrößten Goldreserven der Welt. Der Großteil des deutschen Staatsgoldes wird jedoch nicht im Inland, sondern im Ausland verwahrt. Aktuell sollen rund 45 Prozent des Bestandes in einem unterirdischen Depot der New Yorker Fed lagern, 13 Prozent bei der Bank of England in London und knapp 11 Prozent bei der Banque de France in Paris.

 

Frankfurt am Main - Bundesbankpräsident Jens Weidmann hat die permanenten Ela-Kredite der EZB für angeschlagene griechische Banken scharf kritisiert und vor einer indirekten monetären Staatsfinanzierung Griechenlands durch die Euro-Notenbanken gewarnt. „Allen Parteien in den gegenwärtigen Verhandlungen sollte klar sein, dass das Eurosystem keine Brückenfinanzierung für Griechenland bereitstellen darf, auch nicht in Vorwegnahme späterer Auszahlungen von Hilfsgeldern“, so der Bundesbank-Chef.