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Meißen – Das Weingut Schloss Proschwitz ist das älteste privat bewirtschaftete Weingut in Sachsen. Bis zur Reformation im Besitz der Meißner Bischöfe, kam einst ein großer Teil des sächsischen Messweins aus den Proschwitzer Weinbergen. Der Kursächsische Hofmarschall Carl Friedrich von Berlepsch erwarb das Anwesen 1790, durch Erbschaft fiel es an die Familie von Carlowitz. Schließlich heiratete Reichsgraf Clemens zur Lippe-Biesterfeld-Weißenfeld 1901 auf Proschwitz ein, ehelichte die Friederike von Carlowitz. Während des Zweiten Weltkrieges waren hier Kinder aus bombengefährdeten Regionen untergebracht. Ab 1990 kaufte Georg Prinz zur Lippe die elterlichen Weinberge und das 1945 enteignete Schloss zurück, wo nun nach umfangreichen Sanierungsarbeiten Konzerte, Tagungen und Hochzeiten stattfinden.

Dresden – Noch bis zum 2. März 2018 läuft die Jahresausstellung „Sächsische Landsitze“ des Landesamts für Denkmalpflege (LfD) im Dresdner Ständehaus am Schloßplatz (Sachsen Depesche berichtete: https://www.sachsen-depesche.de/kultur/sächsische-landsitze“-im-dresdner-ständehaus.html) Neben erhaltenen und sanierten Landsitzen werden auch Schlösser und Herrenhäuser dokumentiert, die nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges zerstört wurden. Eines jener traurigen Beispiele planmäßiger Vernichtung ist Schloß Döben bei Grimma in Westsachsen.

Dresden – Noch bis zum 2. März 2018 läuft die Jahresausstellung „Sächsische Landsitze“ des Landesamts für Denkmalpflege (LfD) im Dresdner Ständehaus. Landschlösser und Herrenhäuser adeliger oder bürgerlicher Besitzer zählten und zählen mit ihren Wirtschaftsgebäuden und Gärten zu den überragenden Bauten einer vielgestaltigen Denkmallandschaft. Die Exposition stellt mit rund 45 Objekten eine Auswahl von ehemals über 800 sächsischen Herrensitzen vor, die anhand großformatigerZeichnungen aus dem Bestand der wissenschaftlichen Plansammlung des Landesamts dokumentiert werden. Gezeigt werden erhaltene und sanierte Landsitze, in ihrer Bausubstanz gefährdete und vernichtete Objekte, zuletzt auch „Luftschlösser“, d. h. Planungen, die nie zur Ausführung gelangten.