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Greifswald/Crispendorf – Endlich war es soweit: Das Wolfszeit-Festival (25.-27. August 2016) stand an. Nachdem ich gerade mal zwei Tage Zeit hatte, um mich vom Barther Metal Open Air (siehe dazu diesen Festivalbericht: http://www.sachsen-depesche.de/kultur/xviii-barther-metal-open-air-meine-premiere-an-der-ostsee.html) zu erholen, trieb es mich schon wieder in den Süden der Republik, ins Ferienland Crispendorf im schönen Thüringen. Also machte ich mich bereits am Dienstag (da ich mich auch hier wieder als Arbeitskraft beworben hatte) auf den Weg zu diesem Festival, das seit Jahren durch seine großartigen Bandbuchungen auf sich aufmerksam macht. Zum Jubiläum hat sich der Veranstalter Philipp Seiler, seines Zeichens auch Frontmann der in der Metalszene umstrittenen Band Varg, nahezu selbst übertroffen. Dazu später mehr.

Greifswald/Barth – Montag, 15. August, 14 Uhr: Nach ein paar Arbeiten für die Universität freue ich mich auf das mittlerweile 18. Barther Metal Open Air (18.-20.08.2016) an der schönen Ostsee. Mecklenburg-Vorpommern wird wenig berücksichtigt, wenn es um Veranstaltungen im Metal-Bereich geht, daher war ich umso gespannter, zumal es für mich eine Premiere war. Aber nochmal zurück: Warum ich bereits am Montag anreise, obwohl das Festival erst am Freitag beginnt? Ich melde mich auf den Festivals, die ich besuchen möchte, häufig als Volunteer an. Gerade im Metal-Bereich sind helfende Hände notwendig, um diese Kultur erhalten zu können. Aber in diesem Beitrag gehe ich nicht auf meine Arbeit dort ein, sondern gebe ein generelles Feedback zu diesem Festival.

Bolkow – Ab Donnerstag wird das polnische Bolkow wieder von Schwarzgewandeten bevölkert. Bereits seit 1997 findet dort jedes Jahr Ende Juli an geschichtsträchtigem Ort die sogenannte „Castle Party“ statt, ein Gothic- und Darkwave-Festival, das inoffiziell bereits den Beinamen „schlesisches WGT“ trägt. Zwar pilgern bei weitem nicht so viele Besucher nach Bolków wie jedes Jahr nach Leipzig, aber dafür nehmen immer mehr Musikfreunde aus Sachsen die Gelegenheit wahr, ein Wochenende lang die Konzerte in traumhaftem Ambiente am Fuße der Bolkoburg zu genießen und das einzigartige Flair dieses noch weitgehend unkommerzialisierten Festivals einzuatmen.

Pirna – Freunde des gepflegten Schwermetalls in der Sächsischen Schweiz und darüber hinaus können sich freuen: Vom 16. bis zum 18. September 2016 findet auf dem Gelände des Flugplatzes Pirna-Pratzschwitz zum ersten Mal das Metal-Festival „Odin Storm“ statt. Die Idee für das dreitägige „sächsische Wacken“ ist nach Angaben der Veranstalter aus einer Bierlaune heraus entstanden: Zunächst hat man sich in einem Dresdner Studentenclub getroffen, um schließlich den Verein „MeDDal Heads“ zu gründen – mit dem Ziel, in Eigenregie und ohne große Sponsoren ein Festival in der Region auf die Beine zu stellen.

Leipzig – Noch zwei Wochen, dann ist es wieder soweit: Wie in jedem Jahr treffen sich in Leipzig über die Pfingsttage mehr als 25.000 Anhänger der schwarzen Szene aus aller Welt, um gemeinsam das Wave-Gotik-Treffen zu zelebrieren. Das Festival ist nicht nur wegen der vielen Konzerte und anderen Musikveranstaltungen an verschiedenen Spielorten so beliebt, sondern auch wegen des Rahmenprogramms aus vielen kleinen und größeren Kulturevents, die das besondere Flair des WGT ausmachen.

Leipzig – In den neunziger Jahren hing dem norwegischen Black Metal ein Hauch des Verruchten, Abgründigen, ja Kriminellen an. Für diesen schlechten Ruf verantwortlich waren mehrere Kirchenbrände und Morde, die sich im Umfeld der Szene ereigneten. In vielen Medien galt die düstere Musik als Werk des Teufels, bald sogar als Soundtrack einer neuen faschistischen Welle, die von den Fjorden des Nordens auf ganz Europa überzuschwappen droht.