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Dubai – Weil Finanzdienstleistungen heutzutage ein breites Angebotsspektrum abdecken, ist der Begriff ebenso unbestimmt wie schillernd. Das Gleiche gilt für Finanzdienstleister. Darunter werden Unternehmen und Personen verstanden, die gewerbliche Dienste im Bereich von Finanzinstrumenten oder Finanzierungen erbringen und darauf ein Geschäftsmodell aufbauen. Der Finanzdienstleistungssektor ist volkswirtschaftlich von enormer Bedeutung, weil er mit hohem Innovationspotenzial die Liquiditätsversorgung der Wirtschaft sicherstellt. Wegen ihrer gesamtökonomischen Schlüsselstellung unterliegen Finanzdienstleister einer umfassenden gesetzlichen Regulierung. Unter ihnen nur die Anbieter von Finanzprodukten wie Banken und Versicherungen zu verstehen, wäre eine grobe Verengung. Man würde völlig ignorieren, wie sehr sich die Geldschöpfung, das Anlageverhalten und die Unternehmensfinanzierung durch Kryptowährungen wie den Bitcoin und das Initial Coin Offering (ICO) verändert haben. Moderne Anbieter finanzbezogener Services stützen sich auf die neuesten Finanztechnologien. Zu ihnen gehört die Blockchain-Technologie, ohne die es keine digitalen Währungen gäbe. Bei Blockchains handelt es sich um fälschungssichere Datenstrukturen, mit denen Transaktionen in einem Protokollregister in ihrer Zeitfolge genau dokumentiert werden.

Hamburg – Obwohl die Blockchain-Technologie noch relativ jung ist, hält sie bei immer mehr kleinen und mittelständischen Unternehmen Einzug und revolutioniert den Wirtschaftsalltag. Bislang ist sie vor allem im Zusammenhang mit der Erzeugung und Zirkulation der Kryptowährung Bitcoin bekannt. Wegen ihrer fast grenzenlosen Anwendungsmöglichkeiten hat sich die Blockchain-Technologie jedoch von ihrem Digitalgeld-Bezug gelöst und wird für immer mehr Branchen interessant. Die Blockchain („Blockkette“) vernetzt dezentrale Computersysteme, um unterschiedlichste Transaktionen fälschungssicher in ihrer genauen Reihenfolge zu erfassen. Die Informationen der verbundenen Computersysteme werden blockweise abgespeichert, damit alle Netzwerk-Beteiligten einen Zugriff auf die Informationen haben und die Transaktionen vollständig überprüfen können. So entsteht eine völlig transparente Datenbank.

Jerewan - Omnia Mining galt zuletzt im rasch expandierenden Geschäft des Kryptominig als außerordentlich gut aufgestellt. Robert Velghe, dem Macher hinter Omnia, war es gelungen über persönliche Beziehungen zur Familie von Armeniens starkem Mann Sersch Sargsjan eine außerordentlich gut klingende Sell-Story zu verkaufen: Hier in Armenien entstünde die "Largest Cryptocurrency Mining Farm in the world" (Quelle: http://www.armenia.com.au/news/International-News/English/62146/Largest-Cryptocurrency-Mining-Farm-in-the-world-to-be-built-in-Armenia------2-billion-to-be-invested). Doch nun verlor Velghe kurzerhand seinen politischen Verbündeten im knapp 3 Millionen Einwohner zählenden kleinen Land im Einflussbereich von Russland, Iran und der Türkei. Die demokratischen Defizite, aber vor allem wohl Interessen der großen Nachbarländer waren ausschlaggebend für den raschen Abgang des schon lange angezählten Sersch Sargsjan (Hinweis: https://www.tagesschau.de/ausland/armenien-189.html).