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Berlin/Brüssel – Die EU ist seit Ausbruch der Finanzkrise bestrebt, die sogenannte europäische Bankenunion voranzutreiben. Diese basiert auf den drei Säulen Bankenaufsicht, Bankenabwicklung und Einlagensicherung, wobei sich die Europäische Union auch hier möglichst viele nationalstaatliche Kompetenzen einverleiben möchte. Seit dem 4. November hat eine zentrale Bankenaufsicht (SSM) unter EZB-Leitung die Überwachung von 123 Banken im Euro-Raum, darunter 21 deutsche Bankengruppen, übernommen. Zur Sanierung bzw. Schließung von Banken greifen ab 2016 ebenfalls europäische Regeln (SRM). Im Juni dieses Jahres leiteten die führenden Köpfe der maßgeblichen EU-Institutionen zudem alles in die Wege, um die nationalen Systeme zur Absicherung von Kundengeldern in einem europäischen System zusammenzuführen.