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Dresden – Unweit der Albertbrücke, vis-á-vis dem Sachsenplatz im Stadtteil Johannstadt, befand sich bis zu ihrem Abriss in den 1950er Jahren – die Jägerkaserne. Das schlossähnliche Gebäude wurde 1880/81 nach Entwürfen von Oswald Haenel, Bruno Adam und Fritz Opitz errichtet. Seiner prächtigen Erscheinung und modernen Ausstattung wegen, galt es zu seiner Zeit als „schönster Kasernenbau Sachsens“. Ende September 1882 bezog das Königlich Sächsische 2. Jägerbataillon Nr. 13 das weiträumige Areal.

Dienstag, 27 September 2016 20:31

Der Mosaikbrunnen im Großen Garten

Dresden – Die Dresdner haben ihren Mosaikbrunnen wieder. Im Großen Garten, unweit der Hauptallee, sprudelt aufs Neue Wasser in das Becken der von Hans Poelzig (1869-1936) entworfenen Brunnenanlage. Die drei ineinandergeschobenen Blütenkelche muten orientalisch an, wofür eine halbe Million farbiger Mosaiksteine sorgen, die auf Betonträgern montiert sind.

Dresden – Am 27. September vor 54 Jahren verstarb in Dresden der Maler Fritz Beckert. 1877 in Leipzig geboren, begann der junge Beckert 1894 seine Ausbildung an der Kunstakademie seiner Heimatstadt, war aber mit deren starr konservativer Ausrichtung unzufrieden. Er setzte sein Studium in Dresden fort und schrieb sich für das Wintersemester 1896/97 bei Friedrich Preller d. J. ein. Studienreisen führten Beckert durch Österreich, Italien und Deutschland, besonders nach Thüringen und Franken. Abgeschlossen hat er seine Ausbildung 1902 bei Gotthardt Kuehl, der die Dresdner Akademie als Vertreter moderner Malerei wesentlich beeinflusste.

Zittau – Allen Skeptikern zum Trotz: Am 11. September 2016 öffnet die Zittauer Mandaukaserne ihre Pforten – zum Tag des offenen Denkmals in der Neißestadt. Seit 23 Jahren gibt es diese gute Institution, werden – immer am zweiten Sonntag im September – historische Bauten, die eigentlich nicht zugänglich sind, für das interessierte Publikum geöffnet. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz sensibilisiert damit bundesweit für die Bedeutung kulturellen Erbes, und es ist eine schöne Fügung, dass 2016 ausgerechnet die bereits totgesagte Mandaukaserne auf der Liste der begehbaren Denkmale im Kreis Görlitz zu finden ist.

Samstag, 27 August 2016 16:10

Dresdens malerische Aussicht

Dresden – Einen der reizvollsten Blicke auf die Silhouette Dresdens genießt der Betrachter vom Pavillon am Waldschlösschen in der Radeberger Vorstadt. Anlässlich der Reichsgartenschau 1936 nach Plänen von Stadtbaurat Paul Wolf (1879-1957) errichtet, war der charmante Bau an der Bautzner Straße Teil einer Gesamtkonzeption, wonach die grüne Oase Weißer Hirsch über Albrechtschlösser und Waldschlösschenwiese mit dem neugestalteten Königsufer zu verbinden war.

Dresden – Das einzige erhaltene historische Bauwerk an der Wilsdruffer Straße ist das Dresdner Landhaus von Hofbaumeister Friedrich Krubsacius. 1770 bis1776 errichtet, diente es den sächsischen Landständen bis 1907 als Verwaltungs- und Tagungsgebäude. Die barock anmutende Fassade zur Wilsdruffer Straße ist eigentlich Gartenseite, während die ursprüngliche Hauptfront (mit eindrucksvollem Portikus aus sechs dorischen Säulen, die einen Balkon tragen) sich in der heutigen Landhausstraße befindet und Dresdens erste klassizistische Fassade vorstellt.

Dresden – Wer vom Carolaplatz zur Albertbrücke unterwegs ist, passiert den verwunschen wirkenden Platz, eine linkerhand hinter Bäumen versteckte Hausruine. Ohne Bezug zum unwirtlich gewordenen Umfeld trotzt die ehemals Behr'sche Villa – auf dem Eckgrundstück Wigardstraße 21/Glacisstraße – der Zeit und harrt ihrer Wiederauferstehung.

Berlin – Mit seiner nunmehr 125-jährigen Geschichte zählt das Hotel Zoo Berlin am Kurfürstendamm zu den traditionsreichsten Häusern der deutschen Hauptstadt. Im Jahr 1891 nach Entwürfen des Architekten Alfred Messel als Privatresidenz erbaut, wurde es 1911 von seinem neuen Besitzer, dem Charlottenburger Kaufmann Adolf Koschel, zu einem Hotel der Luxusklasse umgewandelt. Ausstattung und Fassade wurden von Messel dem damaligen Zeitgeschmack gemäß mit historisierenden Elementen wie Schmuckgiebeln, Erkern, Zierbalkonen, Karyatiden unter der Traufe und einem prachtvollen Eingang gestaltet. Der Ziegelbau mit fünf Etagen erhielt im Erdgeschoss eine Bossenwerk-Verkleidung, die übrigen Etagen wurden Ton-in-Ton verputzt.

Dresden – Dresdens erstes und bis 1945 einziges Hochhaus steht am – Albertplatz. Der elfgeschossige und  37 Meter hohe Stahlbetonskelettbau wurde 1929 nach einem Entwurf des Architekten Hermann Paulick für die damalige Sächsische Staatsbank errichtet, die das Gebäude bis Kriegsende als Verwaltungsbau nutzte. Die Bauzeit betrug nur sieben Monate; eine ingenieurtechnische Meisterleistung –dank des Betonfachmannes Benno Löser, der mit frühhochfestem Zement ein Geschoss pro Woche vollendete. An der Nordseite des Albertplatzes gelegen, zeigt das Hochhaus Elemente der Neuen Sachlichkeit und des Neoklassizismus.  Ursprünglich wegen seiner Höhe umstritten, gehört es heute zu den wenigen erhaltenen Bauten der Dresdner Vorkriegsmoderne.

Donnerstag, 28 Juli 2016 13:31

Das Dresdner Kugelhaus

Dresden – Das erste Kugelhaus der Welt stand in – Dresden. Im Ausstellungsgelände am Stübelplatz wurde es im Rahmen der 7. Jahresschau Deutscher Arbeit „Die Technische Stadt“ 1928 von Peter Birkenholz (1876-1961) in Stahlskelettbauweise errichtet. Der renommierte Architekt, am 30. Juli vor 140 Jahren in Elberfeld geboren, Professor an der TH München, beschäftigte sich lebenslang mit dieser außergewöhnlichen Konstruktionsform. Realisiert wurde indes nur sein Dresdner Kugelhaus. Fritz Löffler nennt es „den interessantesten Bau (des damaligen)  Ausstellungsjahrzehnts“.

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