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Polizisten mit Maschinenpistolen im Einsatz

Wegen Terrorgefahr: Verschärfte Sicherheitsvorkehrungen beim Dresdner Stadtfest

Dienstag, 16 August 2016 17:23
Dresden bei Dämmerung Dresden bei Dämmerung Quelle: de.wikipedia.org | MalteF | CC BY-SA 3.0 de

Dresden – Wegen der jüngsten Terroranschläge in Deutschland und Europa wird es auch beim Dresdner Stadtfest verschärfte Sicherheitsvorkehrungen geben. Wie die Agentur Schröder, die im Auftrag der Stadt das Sicherheitskonzept erstellt hat, am Montag mitteilte, erstrecken sich diese über einen verstärkten Einsatz von Security-Personal, die Einrichtung eines eigenen Krisenstabes und die Errichtung von Zäunen mit Betonfüßen bis zu Polizeieinsatzkräften mit Maschinenpistolen. Das Stadtfest, zu dem rund 500.000 Besucher erwartet werden, findet vom 19. bis 21. August in der gesamten Dresdner Innenstadt statt.

Um eine bessere Sicht über das Gelände zu bekommen, werden laut Agenturchef Frank Schröder an mehreren Stellen sogenannte Securitytower aufgestellt – etwa zwölf Meter hohe Türme, die mit Sicherheitspersonal besetzt werden. Außerdem werden auf dem Festgelände innere und äußere Sperrkreise eingerichtet, in denen Security-Mitarbeiter, erkennbar an gelben Westen, patrouillieren und Taschenkontrollen durchführen. Ein generelles Taschenverbot wie bei den Roland-Kaiser-Konzerten am Elbufer soll es allerdings nicht geben. Nur auf dem Partyareal am Königsufer, das als eigene Sicherheitszone ausgewiesen ist, dürfen keine Taschen und Rucksäcke mitgeführt werden.

Der eigens eingerichtete Krisenstab hat die Aufgabe, alle Maßnahmen unter Sicherheitsaspekten zu koordinieren. Um eine bessere Netzabdeckung für den Notfall zu erreichen, baut der Mobilfunkanbieter Vodafone eigene Funkmasten in der Innenstadt auf. Bestimmte Verhaltensregeln sollen den Besuchern in regelmäßigen Lautsprecherdurchsagen und mit Plakaten nähergebracht werden, und im Hintergrund werden sich auch mit Maschinenpistolen bewaffnete Polizisten in spezieller Sicherheitsausrüstung aufhalten, um im Ernstfall sofort eingreifen zu können. Die zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen schlagen mit rund 35.000 Euro zu Buche. Insgesamt kostet das Spektakel die Stadt damit etwa 85.000 Euro.

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