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„Verbreitung“ der Muntjaks in Europa soll unterbunden werden

Wegen EU-Verordnung: Leipziger Zoo muss seine Mini-Hirsche töten

Dienstag, 24 Januar 2017 05:45
„Verbreitung“ der Muntjaks in Europa soll unterbunden werden „Verbreitung“ der Muntjaks in Europa soll unterbunden werden Quelle: de.wikipedia.org | Rushenb | CC BY 3.0

Berlin – Diese Nachricht macht nicht nur Tierfreunde in Sachsen wütend: Wegen einer EU-Verordnung, in der eine Liste mit 37 Tier- und Pflanzenarten genannt wird, die sich in Europa nicht weiter ausbreiten sollen, müssen fünf chinesische Muntjaks (Mini-Hirsche) im Leipziger Zoo ihr Leben lassen. In ihrer Regulierungswut haben die herzlosen Bürokraten nicht bedacht, dass sich ihre Verordnung nicht nur auf wilde Tiere beschränkt, sondern auch auf Arten, die in Zoos leben.

Sollen sogenannte „invasive Arten“ wie die Muntjaks in Gehegen gehalten werden, muss dafür eine Ausnahmegenehmigung vorliegen, die der Zoo in Leipzig nicht vorweisen kann. Nun sollen die Hirsche vollkommen sinnlos getötet, geschlachtet und an die Löwen im Tierpark verfüttert werden.

Besonders tragisch: Der Plan, die Tiere an einen Privathalter in Holland abzugeben, der sie nicht hätte töten müssen, weil er über eine Ausnahmegenehmigung verfügt, scheiterte an bürokratischen Hürden. Wieder einmal kann man über die Vorgaben aus Brüssel nur den Kopf schütteln.

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