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Droht wieder eine Zerreißprobe?

Vertrauensfragen bei PEGIDA

Mittwoch, 28 September 2016 13:11
Tatjana Festerling am 26.09.2016 bei PEGIDA Tatjana Festerling am 26.09.2016 bei PEGIDA Quelle: Jan Erbenfeld

Dresden – Die Situation am Montag vor dem Dresdner Hauptbahnhof war nicht neu. Bereits drei Monate zuvor hatte PEGIDA-Gründer Lutz Bachmann gleichenorts eine „Vertrauensfrage“ anberaumt. Auch damals eine Reaktion auf schwerwiegende Vorwürfe gegen seine Person, seinen als autoritär empfundenen Führungsstil. Raffiniert hatte er am 20. Juni seine Existenz mit der des gesamten Orga-Teams verknüpft; und ja, wer von den versammelten Pegidianern wollte schon den ganzen Montagszauber einfach so zu Grabe tragen?

Auch am 26. September forderte Bachmann Solidarität ein, schmeichelte dem zahlreich erschienenen Publikum als „größter Bürgerbewegung Europas“ und verkündete schon mal vorsorglich, dass im Falle des Ausscheidens von Bachmann und Däbritz auch für den Rest des Teams „Schluss“ sei. Dementsprechend dann die Abstimmung per Handzeichen: überwiegend positiv bei wenigen Gegenstimmen, was sich bei dem solider wirkenden Siegfried Däbritz noch einmal deutlicher wiederholen sollte. 

Dass „Lutz“ gleich noch über den Vorsitz seiner Konkurrentin Tatjana Festerling bei deren „Festung Europa“ abstimmen ließ, durfte selbst hartgesottene Kritiker überrascht haben. Diese sahen sich dann bei Bachmanns folgender „Eidesstattlichen Versicherung“ bestätigt, welche höchstens eine moralische, wohl kaum aber eine rechtliche Wirkung beanspruchen kann. 

Die Gegner Bachmanns werden sich so jedenfalls nicht besänftigen lassen, zumal sich eine Schar um Festerling und Edwin Wagensveld erstmals zeitgleich am Ort des Geschehens formiert hatte. Fortsetzung folgt am 3. Oktober.

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