Login

sachsen-depesche.de

Freigegeben in Regional

Abschiebung und Integration haben Vorrang

Stefan Vogel (AfD); „Sozialer Wohnungsbau statt neuer Flüchtlingsheime“

Donnerstag, 17 September 2015 05:07
Stefan Vogel, AfD-Fraktionsvors. im Dresdner Stadtrat Stefan Vogel, AfD-Fraktionsvors. im Dresdner Stadtrat Quelle: AfD Stadtratsfraktion Dresden

Dresden – Der AfD-Fraktionsvorsitzende im Dresdner Stadtrat, Stefan Vogel, hat die verantwortlichen Politiker in der Landeshauptstadt aufgefordert, sämtliche Neubauten für die Unterbringung von Asylbewerbern sofort einzustellen und die dafür eingeplanten Mittel dem sozialen Wohnungsbau zur Verfügung zu stellen. Vogel begründete dies am Dienstag damit, dass in Dresden bereits 2000 Plätze in Erstaufnahmestellen vorhanden seien und mindestens weitere 1000 Plätze im Technischen Rathaus zur Verfügung gestellt werden sollen.

Statt weitere Flüchtlingsplätze zu schaffen, solle man die Asylverfahren beschleunigen, abgelehnte Asylbewerber konsequent abschieben sowie die Deutschkenntnisse und die Integration anerkannter Migranten in den Arbeitsmarkt verbessern. „Sprachkenntnisse und Beschäftigung sind die besten Voraussetzungen für eine nachhaltige Integration“, so der AfD-Fraktionschef. Vogel weiter: „Wenn es der Europäischen Union – wie gestern wiederholt bewiesen – nicht gelingt, eine gute Lösung in der aktuellen Asylpolitik zu finden, sollte Dresden mit einem vorbildlichen Krisenmanagement zeigen, dass zielgerichtetes Handeln besser ist als 1000 wohlfeile Worte und endlose Diskussionsschleifen.“

Mit einem Seitenhieb in Richtung Zuwanderungslobby stellte Vogel schließlich die Frage in den Raum, ob Dresden denn überhaupt ein guter Ort für Asylbewerber sein könne, wo die Stadt doch angeblich von „PEGIDA, rassistischen Umtrieben und dem Sitz der AfD-Vorsitzenden“ überlagert werde. So hatte es der Gründer von PRO ASYL, Jürgen Micksch, am vergangenen Sonntag in seiner Dankesrede zur Verleihung des Erich-Kästner-Preises formuliert.

Artikel bewerten
(3 Stimmen)
Bitte anmelden, um einen Kommentar zu posten