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Vom „Kaffeklatsch“ zu PEGIDA

Renate Sandvoß bei PEGIDA auf dem Dresdner Postplatz

Mittwoch, 24 August 2016 02:27
Die Schauspielerin Renate Sandvoss („Journalistenwatch.com“) am 22.08.2016 bei PEGIDA auf dem Postplatz in Dresden Die Schauspielerin Renate Sandvoss („Journalistenwatch.com“) am 22.08.2016 bei PEGIDA auf dem Postplatz in Dresden Quelle: Jan Erbenfeld

Dresden – Kritiker der PEGIDA-„Spaziergänge“ bemängeln häufig deren Rednerpersonal, das zeitweise, zwischen platter Polemik und bis ins Peinliche abgleitenden Banalitäten, wie festgefahren schien. Mit der – mehrfach angekündigten – Renate Sandvoß von „Journalistenwatch.com“ gelang am Montag auf dem Postplatz ein Aufmerksamkeitserfolg.

Dabei passt die 1951 in Stralsund als Tochter eines Bildhauers geborene Journalistin, Schauspielerin und Malerin kaum in das hinlänglich bemühte Klischee abgehängter und xenophober Islamhasser. Vielleicht war es gerade dieser biographische Hintergrund, mit dem die – sich als „Renate von Sylt“ aus der TV-Serie „Kaffeeklatsch“ mit Ralph Morgenstern (1995-2002) in Erinnerung bringende – Rednerin den Nerv des zahlreich versammelten Publikums traf. An sich bot deren einwanderungskritische Bestandsaufnahme wenig Neues, doch der klare Vortrag mit deutlich „politischem“ Ton verfing und entlockte den Pegidianern Beifallsbekundungen jenseits erstarrter Routine.

Für kommenden Montag ist der Ex-Kommunist und bekennende Querfrontler Jürgen Elsässer (59), Chefredakteur des Magazins „Compact“, in Dresden avisiert. Für Gesprächsstoff dürfte damit schon jetzt gesorgt sein.

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