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Geschichtsstunde am Dresdner Hauptbahnhof

PEGIDA am 333. Jahrestag der Türkenabwehr vor Wien

Mittwoch, 14 September 2016 16:54
Anhänger von PEGIDA am 12.09.2016 in Dresden Anhänger von PEGIDA am 12.09.2016 in Dresden Quelle: Jan Erbenfeld

Dresden – Tropische Hitze am Montagabend vor dem Dresdner Hauptbahnhof, ansonsten alles wie gehabt. Doch nach dem „Spaziergang“ der vielleicht 4.000 Anhänger von PEGIDA durch die St. Petersburger und Prager Straße gab es noch eine bemerkenswerte Geschichtsstunde: Siegfried Däbritz erinnerte unter dem Jubel des Publikums daran, dass auf den Tag genau vor 333 Jahren, am 12. September 1683, der „letzte Versuch der muslimischen Eroberer, Europa zu stürmen und zu unterwerfen“, vor Wien, der Hauptstadt des römisch-deutschen Reiches, zurückgeschlagen wurde.

Tatsächlich konnte in der Schlacht am Kahlenberg das christliche Heer unter Johann Sobieski (1629-1696) den Osmanen eine vernichtende Niederlage beibringen. 11.000 Sachsen unter Kurfürst Johann Georg III. hatten daran entscheidenden Anteil. Mit der Niederlage endete die kriegerische Expansion der Osmanen in Europa.

Nicht ohne Geschick verknüpfte Däbritz die Historie der Verteidigung des Abendlandes mit aktuellen politischen Entwicklungen. Während der Kampf früher mit offenem Visier geführt worden sei, ginge es heute um „Eroberung durch Einwanderung und Fertilität“, so der PEGIDA-Einpeitscher. Notwendig sei – wie 1683 – ein gemeinsames europäisches Bündnis, um der Islamisierung Europas geschlossen entgegenzutreten.

Geschlossenheit demonstrierten die „Pegidianer“ beim anschließenden Absingen des Deutschlandliedes, wobei ein Lichtermeer den Abendhimmel stimmungsvoll illuminierte.

Und hier gibt es noch eine interessante Dokumentation zum Thema: www.youtube.com/watch?v=WijdDmOqfJc

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