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Görlitzer Union fordert Reduzierung der Flüchtlingsaufnahme

Octavian Ursu (MdL) neuer Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Görlitz

Mittwoch, 02 Dezember 2015 17:48
Octavian Ursu (2014) Octavian Ursu (2014) Quelle: de.wikipedia.org | Laurence Chaperon - CDU Sachsen | CC BY-SA 4.0

Görlitz – Der CDU-Kreisverband Görlitz hat auf seiner Jahreshauptversammlung am vergangenen Sonnabend in Tauchritz einen neuen Vorstand gewählt. Neuer Kreisvorsitzender ist der Landtagsabgeordnete Octavian Ursu, für den 91 Prozent der Delegierten stimmten. Der bisherige CDU-Kreisvorsitzende Matthias Lehmann, Bürgermeister von Neusalza-Spremberg, trat nicht erneut an.

Zu stellvertretenden Vorsitzenden wurden Tilmann Havenstein, der Landtagsabgeordnete Dr. Stephan Meyer und Sieglinde Rüdiger gewählt. Als Schatzmeisterin fungiert Claudia Goltz. Die Beisitzer Karlheinz Birk, Friederike Cieslak, Maik Grüllig, Michael Hiltscher, Matthias Hüchelheim, Gabriele Lehnigk, Elke Meile, Bernd Noack, Enrico Noack, Annegret Oberndorfer, Florian Oest, Birgit Peschel-Martin, Brigitte Röthig, Andreas Schneider, Eberhard Schneider, Mathias Schneider, Peter Starre und Uwe Wagner komplettieren den neuen Vorstand des Görlitzer CDU-Kreisverbandes.

Octavian Ursu ist der erste sächsische CDU-Kreischef mit Migrationshintergrund. Der griechisch-orthodoxe Christ wurde 1967 in der rumänischen Hauptstadt Bukarest geboren, studierte dort nach dem Abitur Musik und Pädagogik (Abschluss: Staatsexamen) und siedelte 1990 in die Bundesrepublik über. In Görlitz nahm er daraufhin eine Stellung als Solo-Trompeter in der Neuen Lausitzer Philharmonie an und absolvierte an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf parallel ein Musikstudium, das er 1994 mit dem Diplom abschloss. Später arbeitete er am Musiktheater Görlitz und übte gleichzeitig eine Lehrtätigkeit an der Hochschule für Kirchenmusik und an der Musikschule „J. A. Hiller“ in Görlitz aus.

Ursu ist seit 2009 Mitglied der CDU. Im selben Jahr zog er in den Görlitzer Stadtrat ein und wurde stellvertretender Fraktionsvorsitzender. 2010 wurde er zum Vorsitzenden des CDU-Stadtverbandes Görlitz gewählt. Im vergangenen Jahr zog er als Direktkandidat der Union im Wahlkreis 58 (Görlitz 2) mit 37,1 Prozent der Erststimmen in den Sächsischen Landtag ein. Seit November 2015 ist er zudem Beisitzer im Landesvorstand der CDU Sachsen.

Auch wenn der neue Görlitzer CDU-Kreischef selbst eine Zuwandererbiografie hat, so vertreten er und sein Verband beim Asyl-Thema doch eine konservative Position, die sich von der Politik der Bundesregierung unter Angela Merkel abhebt. Ausdruck fand dies in einem mehrheitlich verabschiedeten Antrag zur Reduzierung der Flüchtlingsaufnahme. Darin spricht sich der CDU-Kreisverband Görlitz für verstärkte Hilfe in den Herkunftsregionen der Flüchtlinge aus und setzt neben den Bemühungen, den Flüchtlingsstrom zu reduzieren, auf Integration der Menschen mit guter Bleibeperspektive. In dem Antrag heißt es unter anderem. „Die Aufnahmefähigkeit von Flüchtlingen hat in unserem Land seine Grenzen, wo Integrationsmöglichkeiten und eine vernünftige Unterbringung nicht mehr gewährleistet sind.“ Diese Situation sei in Deutschland erreicht.

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