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Auch andere Weihnachtsmärkte in Sachsen haben Vorkehrungen getroffen

Nach dem Terror von Berlin: Dresdner Striezelmarkt wird zur Sicherheitszone

Mittwoch, 21 Dezember 2016 20:41

Dresden – Nach dem Anschlag mit einem Lkw auf einen Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz, zu dem sich inzwischen die Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) bekannt hat, sind die Sicherheitsvorkehrungen rund um den Dresdner Striezelmarkt massiv verschärft worden. Unter anderem wurden entlang der Seite zur Wilsdruffer Straße große Fahrzeugsperren aus Beton aufgestellt, die es potenziellen Attentätern unmöglich machen sollen, mit einem Fahrzeug auf den Altmarkt zu gelangen. Außerdem patrouillierten jetzt bewaffnete Polizeieinheiten ständig auf dem Areal.

Zwar gibt es laut Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) keine konkreten Hinweise auf geplante Terroranschläge im Freistaat, so dass keine Weihnachtsmärkte geschlossen werden mussten, allerdings soll es verstärkt „robuste“ Polizeistreifen am Striezelmarkt und anderen Orten geben. Ein Taschen- oder Rucksackverbot sei nicht vorgesehen. 

Neben dem Striezelmarkt legen die Sicherheitsorgane ein besonderes Augenmerk auf die traditionelle Christvesper auf dem Neumarkt vor der Frauenkirche, zu der mehr als tausend Besucher erwartet werden. „Deshalb haben wir uns entschlossen, auch in diesem unseren Einsatz anzupassen“, erklärte Dresdens Polizeipräsident Horst Kretzschmar. Auch an den Zufahrtsstraßen zum Neumarkt wurden Betonsperren errichtet. Die Kleine Kirchgasse sowie die Salzgasse zwischen Coselpalais und Steakhaus sind für den Fahrzeugverkehr komplett gesperrt, auf Personen- und Taschenkontrollen solle jedoch auch hier vorerst verzichtet werden. 

Entsprechende Maßnahmen wurden auch am Augustusmarkt am Goldenen Reiter in der Neustadt und bei den „Dresdner Winterlichtern“ an der Prager Straße getroffen. Andere Weihnachtsmärkte in Sachsen haben sich ebenfalls auf die neue Lage eingestellt. Auf demCanalettomarkt in Pirna wurde eine mobile Wache der Polizei eingerichtet. Zusätzlich gibt es Streifen in der Altstadt. Betonsperren wie in Dresden sind in Pirna nicht vorgesehen. In Leipzig wurden eine Zufahrtsstraße zum Weihnachtsmarkt sowie der Augustusplatz für den Auto- und Straßenbahnverkehr gesperrt. In der gesamten Innenstadt gibt es zusätzliche Polizeistreifen. Beamte mit schusssicheren Westen und Maschinenpistolen patrouillieren ebenfalls in Chemnitz.

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