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„Persönliche und familiäre Gründe“

Nach Antifa-Attacke: Leipziger NPD-Vize Axel Radestock tritt aus Partei aus

Montag, 04 Januar 2016 20:03
Axel Radestock (NPD) nach dem Überfall Axel Radestock (NPD) nach dem Überfall Quelle: Facebook-Seite der NPD Leipzig

Leipzig – Der stellvertretende Vorsitzende der NPD Leipzig, Axel Radestock, ist von seinem Amt zurückgetreten und hat laut einer im Internet veröffentlichten Erklärung zum 30.12.2015 auch die Partei verlassen. Nach eigener Aussage will er sich aus persönlichen und familiären Gründen ins Privatleben zurückziehen.

Anlass für den Rückzug dürfte ein Überfall von drei Antifa-Gewalttätern auf den langjährigen Leipziger NPD-Funktionär sein, der sich am 9. Dezember 2015 kurz vor Ladenschluss in seinem Mobilfunkladen in Möckern ereignete. Wie die NPD damals mitteilte, erlitt der 50-Jährige bei dem Angriff eine drei Zentimeter lange Platzwunde am Kopf, ein angebrochenes Nasenbein, eine Verletzung am Kiefer sowie zahlreiche Hämatome und Abschürfungen im Gesicht und am ganzen Körper. Die Täter veröffentlichten Bilder und Videos von dem Überfall im Internet, unter anderem auf dem linksextremen Portal Indymedia. Der Staatsschutz ermittelt.

Radestock wurde offenbar nicht zum ersten Mal Opfer eines linksextremen Übergriffs. Bereits im Jahr 2014 kam es innerhalb weniger Wochen zu insgesamt 16 Angriffen und Anschlägen auf Kandidaten der Leipziger NPD im damaligen Kommunalwahlkampf. Neben Attacken mit Reizgas, Schlagstöcken und Pfefferspray, wurden auch Farbanschläge, fünf Brandanschläge auf Autos und ein Sprengstoffanschlag auf die Wohnung des NPD-Kreisvorsitzenden Enrico Böhm verübt.

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