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Ahmadiyya-Gemeinde und DITIB verstärken ihre Aktivitäten

Koranverteilungen in Dresden

Dienstag, 02 August 2016 12:33
Schmuckvolle Koran-Ausgabe Schmuckvolle Koran-Ausgabe Quelle: ~crystalina~ | Flickr | CC BY 2.0

Dresden – Seit April 2016 wurden in Dresden bei insgesamt 38 Infoständen islamischer Gruppen Koran-Ausgaben verteilt. Dies geht aus einer Antwort von Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) auf eine Anfrage von Stadtratsmitglied Jens Baur (NPD) hervor. Für Juli und August hat das zuständige Straßen- und Tiefbauamt demnach vier weitere Informationsstände auf der Prager Straße genehmigt.

Nach Angaben der Stadtverwaltung haben die Koran-Verteiler 19-mal am Jorge-Gomdonai-Platz, 7-mal am Zelleschen Weg, 5-mal auf der Kesselsdorfer Straße, 4-mal auf der Bautzner Straße und 3-mal auf der Prager Straße ihre Infostände aufgebaut. Organisatorisch stehen hinter der Koran-Offensive in Sachsens Landeshauptstadt die örtliche Ahmadiyya-Gemeinde und die DITIB – Türkisch-Islamische Gemeinde zu Dresden e.V..

Die von den meisten Muslimen nicht anerkannte Ahmadiyya-Gemeinschaft wirbt bei ihren Infoständen unter anderem für den Bau einer Moschee in Dresden. Neben ihrem erfolgreichen Moschee-Projekt im Leipziger Stadtteil Gohlis (Baubeginn: September 2016) und den Plänen für Moscheen mit Minarett in Chemnitz und Plauen ist Dresden damit die vierte Stadt in Sachsen, die von den Ahmadis als Standort im Rahmen ihres „100-Moscheen-Plans“ auserkoren wurde (siehe dazu auch: http://www.sachsen-depesche.de/regional/ahmadiyya-gemeinde-auf-expansionskurs-nun-auch-minarett-moschee-in-dresden-geplant.html).

Die etwa 60 Mitglieder zählende Dresdner Gemeinde sucht derzeit noch ein geeignetes Grundstück. Sobald man ein bezahlbares Areal gefunden habe, wolle man laut Sprecher Dawood Majoka eine Bauvoranfrage stellen. Auch die Dresdner Ahmadiyya-Moschee soll ein Minarett bekommen.

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