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Drogen und Gewalt in der Dresdner Neustadt

Innenminister Markus Ulbig (CDU) will „Ausländerkriminalität um jeden Preis eindämmen“

Donnerstag, 15 September 2016 21:09
Markus Ulbig Markus Ulbig Quelle: smi.sachsen.de | © SMI

Dresden – Angesichts der zunehmenden Kriminalität in der Dresdner Neustadt ist Innenminister Markus Ulbig (CDU) der Kragen geplatzt. In der Alaunstraße werden Drogen vertickt, Raub und Diebstahl sind an der Tagesordnung, in der Diskothek „Downtown“ gab es vor wenigen Tagen gewalttätige Auseinandersetzungen, bei denen eine Polizistin schwer verletzt wurde. Laut Sicherheitsbehörden sind es vor allem Nordafrikaner, die Dresdens Szeneviertel unsicher machen.

Damit soll nun Schluss sein. Sachsens Innenminister will verhindern, dass in der Neustadt eine „zweite Eisenbahnstraße“ entsteht. Der berüchtigte Straßenzug in Leipzig ist bekannt als Drogenumschlagplatz und Brennpunkt von Kriminalität und Gewalt. Immer wieder kommt es dort zu Messerstechereien und sogar Schießereien. In der Neustadt will Ulbig „Ausländerkriminalität um jeden Preis eindämmen“ und dazu notfalls auch die Bereitschaftspolizei einsetzen. Vor allem müssten Angriffe auf Polizisten „sofort die härteste Reaktion zur Folge haben“. Mit regelmäßigen Razzien und Kontrollen soll der Druck auf die Drogendealer verstärkt werden.

In Polizeikreisen ist man schockiert über die gestiegene Gewaltbereitschaft der Tunesier, Libyer und Algerier, die in der Neustadt ihr Unwesen treiben. „Vor allem für viele Streifenbeamte ist die Brutalität der Nordafrikaner völlig neu“, erklärte dazu die Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) in Sachsen, Cathleen Martin. Sie verlangt: „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte soll künftig als Verbrechen geahndet werden.“

Ulbig steht in Dresden vor einer Mammutaufgabe, die ihm allerdings – das sollte man nicht vergessen – seine eigene Parteichefin und Bundeskanzlerin Angela Merkel durch ihre Politik der unkontrollierten Massenzuwanderung eingebrockt hat. Noch vor zwei Jahren war die Neustadt ein zwar flippiger und alternativ geprägter, aber doch weitgehend friedlicher Stadtteil. Der Zusammenhang zwischen Merkels Flüchtlingspolitik und der zunehmenden Unsicherheit in ihrem Kiez wird inzwischen sogar einigen Neustadt-Bewohnern klar. Was Ulbig anbelangt, so vermutet mancher, dass sich er sich mit einer klaren Law-and-Order-Line in Dresden schon mal für höhere Weihen in der Union der Nach-Merkel-Ära empfehlen will.

Letzte Änderung am Donnerstag, 15 September 2016 21:17
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