Login

sachsen-depesche.de

Freigegeben in Regional

Europäischer Minderheitenschutz

Heiko Kosel (Linke) fordert Einbeziehung von sorbischen Interessenvertretern in die Wirtschaftsregion Lausitz GmbH

Mittwoch, 21 Dezember 2016 19:31
Heiko Kosel, MdL (Linke) Heiko Kosel, MdL (Linke) Quelle: Sven Teschke | CC BY-SA 3.0 | de.wikipedia.org

Bautzen – Der Landtagsabgeordnete Heiko Kosel (Linke) dringt auf eine Einbeziehung von sorbischen Interessenvertretern in die Wirtschaftsregion Lausitz GmbH, deren Gründung kürzlich von den Kreistagen von Görlitz und Bautzen beschlossen wurde. Der deutsch-sorbische Politiker, der auch im Bautzener Kreistag sitzt, sprach in diesem Zusammenhang von einer „dringend notwendigen Gestaltung des Strukturwandels in der Lausitz“, die einer „effektiven Teilhabe von Interessenvertretern des sorbischen Volkes“ bedürfe.

Kosel weiter: „Ich fordere deshalb dringend diejenigen Verantwortungsträger der sächsischen Landesebene und in den Kreisverwaltungen der Landkreise Bautzen und Görlitz auf, die nun mit der Erarbeitung der Grundsatzdokumente zur Gründung der „Wirtschaftsregion Lausitz GmbH“ befasst sind, schon jetzt dafür Sorge zu tragen, dass die Einbeziehung von Interessenvertretern des sorbischen Volkes in den Entscheidungsgremien gesichert wird.“ 

Vermieden werden müsse unbedingt, „dass die Sorben auch in dieser Angelegenheit, wie so oft, erneut als Bittgänger in demütigender Weise erst im Nachhinein um die Berücksichtigung ihrer Interessen ersuchen müssen“, so der Linke-Abgeordnete. Eine Einbeziehung von sorbischen Vertretern sei nicht nur wegen des geltenden europäischen Minderheitenschutzes erforderlich, sondern auch, um „dem Gesamtanliegen der Zukunftsgestaltung der Lausitz auf der Ebene der Landes- und Bundespolitik mehr Durchschlagskraft“ zu verleihen.

Artikel bewerten
(3 Stimmen)
Bitte anmelden, um einen Kommentar zu posten