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Schulträger DPFA nimmt Migranten in Schutz

Görlitz: Asylbewerber fotografieren Schulkinder in Waschraum

Freitag, 15 April 2016 17:11
Schulträger DPFA nimmt Migranten in Schutz Schulträger DPFA nimmt Migranten in Schutz

Görlitz – Ein männlicher und zwei weibliche Asylbewerber haben offenbar Kinder in einem Toiletten-Waschraum der Regenbogen-Schule im Görlitzer Stadtteil Weinhübel fotografiert und möglicherweise auch anderweitig belästigt. Der Schulträger DPFA bestätigte den Vorfall, der sich bereits vor zehn Tagen ereignet haben soll, teilweise. Man weist allerdings die Darstellung zurück, nach der der Mann die Schulmädchen bedrängt haben soll, während die beiden Frauen Schmiere standen. Seit 2015 findet in den Räumlichkeiten der Schule auch ein Deutschkurs für Migranten statt.

Ein Sprecher der Polizeidirektion Görlitz teilte mit, dass der Vater einer Grundschülerin die Beamten über die Vorwürfe informiert und Anzeige erstattet habe. Viele Fragen seien jedoch noch offen. So sei ungeklärt, was die Asylbewerber in dem Waschraum der Toilette überhaupt fotografiert hätten. Klar dürfte allerdings sein, dass zumindest der Mann auf dem Mädchenklo nichts zu suchen hatte.

Für Tinko Fritsche-Treffkorn vom Träger DPFA sind viele Unmutsbekundungen, die wegen des Vorfalls in den sozialen Netzwerken kursieren, „bewusste Hetze“ gegen Migranten. „Es werden nicht verifizierte Aussagen verbreitet und mit der Schule wurde kein Kontakt aufgenommen, um diese Anschuldigung auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen“, so Fritsche-Treffkorn gegenüber der „Sächsischen Zeitung“. Die Kinder seien angeblich nicht belästigt worden, wie man in Gesprächen herausgefunden haben will. Ansonsten hätte man selber Strafanzeige erstattet.

Sind die Vorwürfe also weitgehend aus der Luft gegriffen? Oder will man seitens der Schule etwas vertuschen, um Asylkritikern keine neue Nahrung zu geben? Immerhin ist der Träger der internationalen Schule auch mit der Betreuung von Asylbewerbern befasst. Die Vorwürfe und die Reaktionen darauf sollen nun im Rahmen eines Elternabends behandelt werden.

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