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Replik auf Wunsch von Finanzminister Georg Unland (CDU)

Dresdner Jusos wollen Carolaplatz in Clara-Zetkin-Platzumbenennen

Donnerstag, 03 November 2016 13:27
Staatsminister Prof. Dr. Georg Unland Staatsminister Prof. Dr. Georg Unland © SMF/momentphoto, Oliver Killig

Dresden – Die Dresdner Jungsozialisten fordern eine Umbenennung des Carolaplatzes. Geht es nach den Nachwuchs-SPDlern, soll der Platz in der Neustadt, der nach der letzten sächsischen Königin Carola (Carola von Wasa-Holstein-Gottorp, 1833-1907) benannt ist und an dem sich unter anderem das sächsische Finanzministerium befindet, künftig den Namen der Kommunistin Clara Zetkin (1857-1933) tragen.

Die Begründung von Dresdens Juso-Chef Stefan Engel (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Bundesvorsitzenden der MLPD): Der Name einer Königsgemahlin sei „keine passende Anschrift für das Finanzministerium“. Schließlich habe es in der Geschichte „wohl kaum eine Gruppe“ gegeben, „die weniger Steuern gezahlt hat, als das damals herrschende Königshaus“. Ein solcher Name motiviere „definitiv nicht zum Zahlen von Steuern“. Besser wäre es, wenn der Platz den Namen „einer demokratisch gewählten Reichstagsabgeordneten und antifaschistischen Widerstandskämpferin“ tragen würde.

Möglicherweise ist die Forderung der Jungsozialisten nicht ganz ernst gemeint, sondern eher als satirische Replik auf eine Forderung von Sachsens Finanzminister Georg Unland (CDU) zu verstehen. Der hätte es nämlich am liebsten, wenn die Clara-Zetkin-Straße im benachbarten Pirna einen neuen Namen bekäme, da dort künftig das Finanzamt des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge seinen Sitz haben wird. Unland meinte, eine Adresse mit dem Namen Clara Zetkins sei nicht motivierend, Steuern zu zahlen.

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Das Neueste von Michael Krug

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