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Rätselhaftes Schweigen der Polizei in zwei Fällen

Dresden: Tunesier wegen Vergewaltigung einer 15-Jährigen festgenommen

Donnerstag, 03 November 2016 23:18

Dresden – Wie erst jetzt bekannt wurde, ist ein 15-jähriges Mädchen am 21. Oktober gegen 22:30 Uhr auf der Katharinenstraße in der Dresdner Neustadt von einem Mann in einen Hauseingang gezerrt und zum Geschlechtsverkehr gezwungen worden. Laut Medienberichten erzählte die Jugendliche erst vier Tage später im Rahmen eines anderen Polizeieinsatzes von der Vergewaltigung und erstattete Anzeige. Am vergangenen Wochenende habe sie schließlich ihren Peiniger zufällig wiedererkannt, als sie mit einer Freundin in der Alaunstraße unterwegs war. Nach Angaben der Polizei soll es sich bei dem mutmaßlichen Täter um einen 20-jährigen Tunesier handeln, gegen den inzwischen Haftbefehl erlassen wurde.

Bedenklich ist, dass bis zum 31. Oktober, als die Dresdner Lokalausgabe der „Bild“-Zeitung erstmals über den Fall berichtete, keine offizielle Polizeimeldung mit Bitte um Hinweise aus der Bevölkerung zu dem Vorfall gab. Erst als die Zeitung von der Sache Wind bekommen hatte, wurde die Vergewaltigung durch einen Polizeisprecher bestätigt. Die Polizei begründete ihr Schweigen zu dem Vorfall damit, dass eine zuvor eingeleitete Fahndung nach dem Täter nicht gefährdet werden sollte.

Erst wenige Tage zuvor hatte es einen ähnlichen Vorfall gegeben: Eine junge Frau aus Laos, die als Sushi-Meisterin in Dresden arbeitet, wurde von zwei Tätern, die das Opfer als „Südländer“ beschrieb, geschlagen, schwer gewürgt und schließlich ausgeraubt. Auch hierzu gab es keine entsprechende Polizeimeldung.

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