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Bewirbt sich Ex-CDUler Maximilian Krah nun um einen Listenplatz?

Dresden: Richter Jens Maier zum AfD-Bundestagsdirektkandidaten gewählt

Dienstag, 22 November 2016 02:56
Jens Maier, Richter am Landgericht Dresden und AfD-Direktkandidat Jens Maier, Richter am Landgericht Dresden und AfD-Direktkandidat Quelle: AfD Sachsen (Facebook)

Dresden – Die AfD Dresden hat am Samstag auf einem Kreisparteitag den Richter am Dresdner Landgericht Jens Maier als Direktkandidat für den Bundestagswahlkreis 159 (Dresden I) nominiert. Maier setzte sich nach Angaben der Partei schon im ersten Wahlgang mit 47 von 58 Stimmen (81%) gegen seine Kontrahenten, den Dresdner Stadtrat Gordon Engler und Dr. Fritz Michalczyk, durch.

Der Jurist, der bis 1986 der SPD angehörte und seit 1997 am Landgericht Dresden tätig ist, gehört dem Landesschiedsgericht der AfD Sachsen an und ist zudem stellvertretender Ortsbeirat in Blasewitz. Bereits zuvor hatte die AfD den Hochschuldozenten Dr. Thomas Hartung zum Bundestagsdirektkandidaten für den Wahlkreis 160 (Dresden II - Bautzen II) gewählt (http://www.sachsen-depesche.de/regional/dresden-dr-thomas-hartung-zum-afd-bundestagsdirektkandidaten-gewählt.html).

Bis zum Schluss war darüber gerätselt worden, ob der unlängst aus der CDU ausgetretene Rechtsanwalt Dr. Maximilian Krah sich für ein Direktmandat in Dresden zur Bundestagswahl 2017 bewirbt. Gegenüber SACHSEN DEPESCHE erklärte er, dass er keine entsprechenden Ambitionen gehabt habe. „Jens Meier ist ein exzellenter Kandidat“, so Krah. Offen ließ er allerdings, ob er sich auf dem nächsten Landesparteitag der AfD Sachsen im Januar 2017 um einen Listenplatz bewerben wolle.

Politische Beobachter sind sich ziemlich sicher, dass Krah für die AfD in den Bundestag einziehen will. Parteiintern gibt es allerdings vermehrt Unmut über vermeintliche „Karrieristen“ aus den Altparteien, die auf dem AfD-Ticket nach Berlin gehen wollen. Zudem dürften die aussichtsreichsten Listenplätze hart umkämpft sein. Ein regelrechtes Hauen und Stechen um die Plätze auf der AfD-Liste ist daher nicht unwahrscheinlich.

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