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Sicherheitsbehörden alarmiert wegen Verbindungen zur Muslimbruderschaft

Dresden: „Marwa El Sherbiny-Zentrum“ will Moschee am Großen Garten bauen

Donnerstag, 25 Mai 2017 17:26

Dresden – Das in Dresden ansässige „Marwa El Sherbiny Kultur- und Bildungszentrum“ plant nach einem Bericht des MDR den Bau einer Moschee in Sachsens Landeshauptstadt. Die bisherigen Gebetsräumlichkeiten seien inzwischen zu klein für die Freitagsgebete, zu denen jede Woche rund 800 Muslime aus Dresden und den umliegenden Gemeinden erscheinen würden, so Zentrumssprecher Ronald-Muhammed Wellenreuther, der davon sprach, dass man Pläne für ein großes Moschee-Gebäude in der Nähe des Großen Gartens bereits in der Schublade habe. Die Sicherheitsbehörden macht dies hellhörig, denn offenbar gibt es Verbindungen zwischen dem Kulturzentrum, das nach der 2009 im Landgericht Dresden von einem aus Russland stammenden Migranten ermordeten Marwa El Sherbiny benannt ist, und der radikal-islamistischen Muslimbruderschaft.

Der Vorsitzende des „Marwa El Sherbiny Kultur- und Bildungszentrums“, Saad Elgazar, ist zugleich Vorsitzender des Vereins „Sächsische Begegnungsstätte“ (SBS), in dessen Vorstand auch Kulturzentrumssprecher Ronald-Muhammed Wellenreuther, ein zum Islam konvertierter Deutscher, aktiv ist. Für Medienaufmerksamkeit sorgten zuletzt die Enthüllungen über einen muslimischen Gebetsraum, der von der SBS in Riesa betrieben wird (https://www.sachsen-depesche.de/regional/muslimischer-gebetsraum-in-riesa-bald-zu-klein-–trägerverein-sieht-stadt-in-der-pflicht.html). Über entsprechende Räumlichkeiten verfügt der Verein auch schon in Görlitz, Meißen, Zittau und Pirna.

Der sächsische Verfassungsschutz vermutet, dass hinter den Aktivitäten der SBS, die eng mit dem „Marwa El Sherbiny-Zentrum“ in Dresden verwoben ist, die international tätige und finanzkräftige Muslimbruderschaft steckt. „Die Sächsische Begegnungsstätte stellt ein flächendeckendes Netz an Gebetsstätten zur Verfügung“, wird Verfassungsschutzsprecher Martin Döring vom MDR zitiert. Geld scheine keine Rolle zu spielen. Man habe „Erkenntnisse über Verbindungen dieser Begegnungsstätte zum radikalen Muslimbrüderumfeld“, so Döring. „Und die Muslimbrüder sind nun mal dafür bekannt, dass sie eine islamistische Agenda verfolgen.“

Das Landesamt für Verfassungsschutz hat eine gewisse Doppelzüngigkeit bei den Muslimbrüdern festgestellt: Nach außen zeigten sie sich integrationswillig und würden sich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung und dem deutschen Rechtssystem bekennen, nach innen würden sie jedoch extremistisch agieren und die Einführung der Scharia anstreben. Diese Doppelzüngigkeit sei auf den ersten Blick nicht immer zu erkennen, so VS-Sprecher Döring. Man müsse daher nicht nur die deutsche Öffentlichkeit für dieses Thema sensibilisieren, sondern auch muslimische Asylbewerber. Die „Sächsische Begegnungsstätte“ wendet sich seit einiger Zeit verstärkt an Migranten, die seit der Grenzöffnung 2015 nach Deutschland gekommen sind.

Islam-Konvertit Wellreuther und seine Glaubensbrüder können die Beobachtung ihrer Aktivitäten durch die Sicherheitsbehörden nicht nachvollziehen. „Ich appelliere an die Herren Verfassungsschützer, die ja auch genug Fachkompetenz aus dem Bereich Islamwissenschaft beschäftigen: Kommen Sie doch einfach hierher und hören Sie sich unsere Predigten an“, so der Sprecher des Dresdner „Marwa El Sherbiny Kultur- und Bildungszentrums“. Ob dies vor dem Hintergrund der vom Verfassungsschutz festgestellten Doppelstrategie wirklich hilfreich ist, erscheint fraglich. Beobachter gehen davon aus, dass die seit geraumer Zeit stagnierende Pegida-Bewegung durch die Pläne für den Bau einer Moschee am Großen Garten neuen Auftrieb erfahren könnte.

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