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Wieder ein Kunstskandal an der Frauenkirche

Das „Denkmal für den permanenten Neuanfang“ in Dresden

Donnerstag, 27 April 2017 16:31
„Denkmal für den permanenten Neuanfang“ auf dem Dresdner Neumarkt „Denkmal für den permanenten Neuanfang“ auf dem Dresdner Neumarkt Quelle: Jan Erbenfeld

Dresden – Nur durch den Einsatz von 27 Polizisten und begleitet von lautstarken Bürgerprotesten konnte das „Denkmal für den permanenten Neuanfang“ des Hamburger Künstlerduos Ulrich Genth und Heike Mutter am Dienstag auf dem Dresdner Neumarkt eröffnet werden. Eigentlich soll besagtes Denkmal die Dresdner ein weiteres Mal anregen, sich mit ihrer eigenen Geschichte „auseinanderzusetzen“. Doch bereits im Vorfeld war es zu Unmutsäußerungen gekommen, hatten Unbekannte Töpfe und Bratpfannen über den Absperrzaun geworfen.

Am Tag der Eröffnung hallten dann wütende Rufe über den historischen Platz: „Schrott“ - „Schande“ - „Schämt euch!“ Auch OB Hilbert wurde mit Schmährufen überhäuft, war aber gar nicht anwesend. Kein Zweifel, Sachsens Landeshauptstadt hat einen neuen Kunstskandal.

Zwei Jahre soll die 7,50 Meter hohe Installation – eine Collage aus Elementen der Dresdner Stadtgeschichte, die auf einer pinkfarbenen Hebebühne steht – auf dem Neumarkt, unmittelbar neben der Frauenkirche für Aufsehen sorgen. Gesamtkosten von 60.000 Euro werden aus dem Stadtsäckel finanziert. Erst Anfang des Monats waren auf dem Platz die umstrittenen „Schrottbusse“ des Deutsch-Syrers Manaf Halbouni abgebaut wurden. Im Herbst soll dann ein zwölf Meter langes Flüchtlingsboot mit 70 Bronzefiguren an die Frauenkirche gebracht werden. Motto: „Mit Sicherheit gut ankommen“.

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