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Religion

15. August – Mariä Himmelfahrt

Mittwoch, 15 August 2018 00:10
Mariä Himmelfahrt - Schule des Gio. Bellini (Ausschnitt) Mariä Himmelfahrt - Schule des Gio. Bellini (Ausschnitt) Quelle: Archiv B. Wawrzinek

Dresden – Obschon im protestantischen Sachsen kein gesetzlicher Feiertag, begehen auch hier katholische Christen alljährlich am 15. August „Mariä Aufnahme in den Himmel“ (Mariä Himmelfahrt), das höchste Fest zu Ehren der Gottesmutter. Seit dem 6. Jahrhundert ist der Glaube an die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel bezeugt, was von Papst Pius XII. für die römisch-katholische Kirche 1950 zum Dogma erhoben wurde. An diesem Tag finden in Gottesdiensten auch sogenannte Kräuterweihen statt, bei der zu Sträußen gebundene Kräuter durch Priester gesegnet werden. Vor allem Heil- und Gewürzkräuter werden gepflückt und nach der Weihe kopfüber getrocknet.

Der schöne Brauch geht auf eine Legende zurück, wonach die Apostel das Grab Marias nach drei Tagen öffneten, anstatt eines Leichnams jedoch duftende Blumen und Kräuter vorfanden. In alter Zeit sollten die geweihten Kräutersträuße im Volksglauben vor Unwettern oder Krankheit schützen, wurden auf Dachböden gehängt oder dem Futter beigemischt, auch Kindern und Jungvermählten ins Bett oder gar Verstorbenen in den Sarg gelegt. Auch in der seit 1248 bestehenden Zisterzienserinnen-Abtei St.Marienstern in Panschwitz-Kuckau (Landkreis Kamenz) wird Mariä Himmelfahrt gefeiert, findet am 19. August 2018 beim 24. Kräutersonntag eine ökumenische Andacht statt, bei der Kräutersträuße der Besucher gesegnet werden.

Und hier geht es zum 24. Kräutersonntag nach St. Marienstern: (https://www.sachsen-depesche.de/kultur/24-kräutersonntag-am-19-august-2018-in-st-marienstern.html)

Letzte Änderung am Mittwoch, 15 August 2018 21:30
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