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PEGIDA auf dem Dresdner Postplatz

„Verarscht von vorne bis hinten“

Dienstag, 31 Januar 2017 23:53
Anhänger von PEGIDA am 30.01.2017 auf dem Dresdner Postplatz Anhänger von PEGIDA am 30.01.2017 auf dem Dresdner Postplatz Quelle: Jan Erbenfeld

Dresden – Weder gefrierender Regen noch die am Postplatz aufmarschierte Antifa konnte an die 1.500 Pegidianer am Montag davon abhalten, am traditionellen „Spaziergang“ durch die Dresdner Innenstadt teilzunehmen. Dafür gab es dann „Sportnachrichten“ mit Siegfried Däbritz aus Aleppo: Im dortigen Al-Shabab-Stadion habe erst am vergangenen Samstag vor zehntausenden Zuschauern ein Fußballspiel zwischen dem syrischen Meister Al-Ittihad und Horiyah Riayat stattgefunden, während anderswo nicht wenige Syrer (als Flüchtlinge) damit beschäftigt gewesen seien, die europäischen Fußgängerzonen zu „bereichern“, den Familiennachzug Hunderttausender einzuklagen und über ihre Traumatisierungen zu „lamentieren“.

Auch ein launiger Bericht über die „Partyszene“ in Asmara, der Hauptstadt Eritreas, wo im Mai 2016 die Münsteraner Bands „Starlight Excess“ und „Reheated“, die Philharmonie Leipzig und 200 weitere Musiker anlässlich der Unabhängigkeitsfeier des afrikanischen Landes aufgespielt hatten, fachte die kollektive 
Entrüstung an. 

Wie könne man erzählen, dass jemand aus Eritrea flüchten müsse, und dann selbst Bands hinschicken, „um eine große Party zu feiern“? Man werde „verarscht von vorne bis hinten“, so Däbritz unter dem Beifall des Publikums, womit der PEGIDA-Vize die Stimmung nicht nur der versammelten Abendpaziergänger auf den Punkt gebracht haben könnte…

Letzte Änderung am Dienstag, 31 Januar 2017 23:56
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