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FDP-Vize kritisiert Aufnahme von Ex-AfDler in Thüringer SPD-Fraktion

Wolfgang Kubicki (FDP): „Sozialdemokraten ist egal, woher die Unterstützung kommt“

Freitag, 15 April 2016 16:24
Wolfgang Kubicki Wolfgang Kubicki Quelle: FDP

Kiel – Der stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende Wolfgang Kubicki hat den Übertritt des ehemaligen AfD-Landtagsabgeordneten Oskar Helmerich zur SPD-Fraktion im Thüringer Landtag scharf kritisiert. „Der nahtlose Übergang eines AfD-Abgeordneten im Landtag von Thüringen zur dortigen ‎SPD-Landtagsfraktion straft alle Behauptungen der Sozialdemokraten, es gebe mit der ‪AfD keine Gemeinsamkeiten, offenkundig Lügen“, so Kubicki in einer Stellungnahme auf seiner Facebook-Seite.

Der FDP-Vize, der auch Fraktionsvorsitzender der Liberalen im schleswig-holsteinischen Landtag ist, erklärte weiter: „Mit jemandem, der noch im Wahlkampf und darüber hinaus die teilweise unerträglichen rechtspopulistischen Thesen eines Björn Höcke verteidigt hat, schließt sich eigentlich für bekennende Demokraten jegliche Zusammenarbeit aus. Der SPD scheint es aber dermaßen schlecht zu gehen, dass es ihr egal ist, woher die Unterstützung kommt.“

Helmerich war im Juli 2015 aus der AfD und ihrer Thüringer Fraktion ausgetreten. Als Grund nannte er unter anderem den Rechtskurs der AfD nach der Niederlage von Parteigründer Bernd Lucke gegen Frauke Petry bei der Vorsitzendenwahl. Zu Thüringens AfD-Chef Björn Höcke und seinen Positionen war der Fachanwalt für Strafrecht aus Erfurt allerdings schon vorher auf Distanz gegangen. Am Mittwoch wurde Helmerich nach langen und kontrovers geführten Debatten als Parteiloser in die SPD-Landtagsfraktion aufgenommen. Zuvor hatte ihm bereits die Erfurter SPD-Stadtratsfraktion politisches Asyl gewährt.

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